Anzeige
| |

SWAV: Neue Ausbildungsvergütungen ab August 2026

Taschenrechner und Grafiken
Der SWAV beschließt neue Ausbildungsvergütungen ab August 2026 und bleibt über dem gesetzlichen Mindestniveau. Bild: Jakub Zerdzicki/Unsplash

Angepasste Beträge und Fokus auf Nachwuchsgewinnung

Die Delegiertenversammlung des Südwestdeutschen Augenoptiker- und Optometristenverbandes (SWAV) hat neue Empfehlungen für die Ausbildungsvergütung beschlossen. Die Anpassungen gelten ab August 2026 für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Hessen.

Die empfohlenen monatlichen Vergütungen betragen:

  • 1. Lehrjahr: 900 €
  • 2. Lehrjahr: 1.000 €
  • 3. Lehrjahr: 1.150 €

Die Wochenarbeitszeit bleibt bei 40 Stunden, der Jahresurlaub bei 27 Werktagen. Die letzte Anpassung erfolgte 2024. Gründe für die Erhöhung sind steigende Lebenshaltungskosten und die gesetzliche Anhebung der Mindestausbildungsvergütung.

Warum die Anpassung wichtig ist

Mit den neuen Empfehlungen liegt die Branche weiterhin über dem gesetzlichen Mindestniveau (2026: 724 € im ersten, 854 € im zweiten und 977 € Euro im dritten Lehrjahr). Der Verband will damit die Attraktivität des Berufs steigern und Betrieben Planungssicherheit geben.

Mit den neuen SWAV-Empfehlungen positioniere sich die Branche im Südwesten weiterhin über dem gesetzlichen Mindestniveau und stärke so ihre Attraktivität im Wettbewerb um Auszubildende, so der SWAV. Geschäftsführer Peter Kupczyk erklärte zu den Empfehlungen, die auf der Versammlung am 20. September 2025 in Karlsruhe getroffen wurden: „In Zeiten des Fachkräftemangels müssen wir zeigen, dass sich Ausbildung lohnt. Eine faire Vergütung ist nicht alles, aber sie ist ein entscheidender Faktor. Wer in die Augenoptik geht, entscheidet sich für einen Beruf mit Zukunft, Verantwortung und Nähe zum Menschen – und das soll sich auch finanziell widerspiegeln.“ 

Ähnliche Beiträge

  • DBSV: Sichere Elektrofahrzeuge gefordert

    Elektrofahrzeuge sind leiser und werden schlechter wahrgenommen. Seit Juli 2021 müssen sie deshalb über ein AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System) verfügen, das Warntöne erzeugt. Wie der DBSV mitteilt, hat eine neue Studie nun gefährliche Sicherheitslücken aufgedeckt.

  • ZVA: Mit dem Augenoptiker-Handwerk in die Zukunft starten

    In diesem Jahr findet vom 24. März bis zum 28. März 2025 die Woche der Ausbildung statt. Die geeignete Zeit, über die Ausbildung zum Augenoptiker und Optometristen zu informieren, findet der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA).

  • Arbeitsmarkt in der Augenoptik: August 2024

    Die Bundesagentur für Arbeit meldet die neuen Zahlen für August 2024: In Deutschland waren demnach 766 Augenoptiker als arbeitslos und 1.237 als arbeitsuchend gemeldet. Die Arbeitslosigkeit stieg damit um 7,7% gegenüber demselben Vorjahreszeitraum.

  • Silmo Paris 2025: Fachmesse mit moderatem Besucherplus

    Die Silmo Paris 2025 verzeichnete laut offiziellem Messe-Abschlussbericht mit 33.358 Fachbesuchern einen Zuwachs von 6,5% gegenüber dem Vorjahr. Etwas mehr als die Hälfte der Gäste kamen aus dem Ausland, 48% aus Frankreich. Über 900 Unternehmen präsentierten vom 26. bis 29. September ihre Produkte und Entwicklungen.

  • EssilorLuxottica: Veränderungen in der DACH-Führungsebene

    EssilorLuxottica ordnet seine Führung in DACH und der Schweiz neu. Celine Berg übernimmt die strategische Entwicklung der DACH-Region, Andrea Mazzo wird Geschäftsführer in der Schweiz. Beide sollen die Marktentwicklung und Zusammenarbeit mit Augenoptikern stärken.

  • Neue Retail-Formate – neuer Ladenbau

    Ausgelöst durch die Digitalisierung erlebt der Handel gerade eine Transformation. Unter dem Druck des E-Commerce entstehen in hoher Geschwindigkeit neue Konzepte vom attraktiven Showroom bis zum kassenlosen Laden. Am Ende steht die Frage: Brauchen wir noch stationäre Läden und wie sehen die aus?