Mido 2026: Mailand als globaler Treffpunkt der Brillenbranche
Innovation, Design und Marktgespräche
Am kommenden Wochenende geht es los: Vom 31. Januar bis 2. Februar versammelt die Fachmesse Mido in Fieramilano Rho rund 1.200 Aussteller aus fast 50 Ländern. Am Mittwoch fand bereits der Presseauftakt statt: Zwischen Marktanalysen, Nachhaltigkeit und Designtrends zeigt sich: Die Branche sucht neue Antworten auf geopolitische Unsicherheiten – und setzt zugleich auf Innovation.
Die internationale Brillenwelt blickt Ende Januar erneut nach Mailand: Mit der 54. Ausgabe der Mido kehrt eine der wichtigsten Fachmessen der Branche nach Fieramilano Rho zurück. Rund 1.200 Unternehmen – darunter 270 aus Italien und 930 internationale Aussteller – präsentieren Neuheiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Erwartet werden mehr als 40.000 Besucher sowie rund 400 Journalisten aus aller Welt.
Die offizielle Eröffnung findet am Samstag, 31. Januar, um 10.30 Uhr im Fashion Square in Pavillon 1 statt. Neben Mido- und ANFAO-Präsidentin Lorraine Berton werden hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft erwartet, darunter Italiens Minister für Unternehmen und Made in Italy, Adolfo Urso, sowie der italienische Arbeitgeber-Präsident (Confindustria) Emanuele Orsini.
Geopolitische Unsicherheiten treffen auf Innovationsdrang
Die Fachmesse steht in einem Jahr, das von internationalen Handelskonflikten geprägt ist. ANFAO verweist in vorläufigen Zahlen darauf, dass die italienischen Exporte 2025 um 3,9% auf etwas über 5 Mrd. Euro zurückgingen – vor allem wegen der schwächeren Nachfrage in den USA. Europa hingegen bleibt mit +8,1% stabil und gewinnt zukünftig stark an Bedeutung.
Auch inhaltlich versteht sich die Mido als Plattform für Debatte. Auf der „Vision Stage“ diskutieren Experten über Nachhaltigkeit, Leadership, Geopolitik oder die Zukunft der Sehgesundheit. Ein Höhepunkt ist die Preview einer Nielsen IQ-Studie zum Markt für Vision Care.

Trends zeigen diesmal: Unter dem kuratierten Leitmotiv „Identity, Materials and Vision“ stehen Transparenz und Licht („Water Lights“), archaische Formen („Magma“) sowie Reise- und Heritage-Elemente („Carnet de Voyage“) im Mittelpunkt. Bio-basierte Materialien und Recyclinglösungen prägen den Blick nach vorn.
Mido setzt auf Designtrends und neue Perspektiven für die Wertschöpfung
Mit Ausstellungen wie „The Lens of Time“ (Siehe FOCUS 2025_09), neuen Award-Kategorien und digitalen Networking-Tools unterstreicht die Mido 2026 ihren Anspruch, nicht nur ein Marktplatz, sondern ein Seismograf für die internationale Brillenbranche zu sein.
FOCUS wird vor Ort sein und berichten.

