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Die nachhaltige(re) DAO

Nachhaltig Brillenglas
Fotos: DAO

Jetzt auch mit Brillenglas „Made in Germany“

Das Thema kam bei einem Mitarbeiter-Workshop Ende vergangenen Jahres auf, als die Deutsche Augenoptik AG (DAO) die elementaren Fragen gestellt hatte: Wofür wollen wir als Unternehmen stehen? Wo wollen wir hin? Durch die Bank wurde von den Mitarbeitern das Thema Nachhaltigkeit genannt, verbunden mit dem Wunsch, eine eigene lokale Produktion und kurze Transportwege zu haben. Gesagt, getan.

Von den Mitarbeitern gefordert

„Die Leute bei uns wollen in einer Firma arbeiten, die dieses Bewusstsein jetzt wirklich auch lebt und sich verändert – und das war für uns der letzte Anstoß. Dann kam noch dazu, dass sich die Transportwege aus Asien verengt haben und auch eng geblieben sind“, berichtet Stefan Rüdiger von dem Wunsch der Mitarbeiter nach mehr Nachhaltigkeit und den veränderten logistischen Rahmenbedingungen der Corona-Krise, die bei der DAO einen Stein ins Rollen gebracht haben. 

Von da an streckten die Verantwortlichen ihre Fühler aus, führten Verhandlungen und es wurde konkreter. Nach einer mehrwöchigen Testphase mit Kunden stand fest, dass die Fertigung der Premium-Brillengläser zu einem großen Teil nach Deutschland verlagert wird. Genau genommen in Aschaffenburg hat es gefunkt. Die Optik-Glas Oesterlein GmbH (OGA), ein Glasproduzent in Familienhand, ist der neue Partner der DAO, der die bewährten Glasdesigns und Entspiegelungen nach Vorgaben des Unternehmens aus Mühlacker herstellt. In Deutschland wollte man „von der DNA her“ mit einer ähnlichen Firma zusammenarbeiten, nicht einer im Besitz eines Konzerns.

Keine halben Sachen

In Zukunft soll auf das Flugzeug bei der Lieferung von Brillengläsern verzichtet werden – auch bei den Lagergläsern aus Asien. Die kommen dann mit dem Containerschiff, was keineswegs günstiger sei. Das Gegenteil ist der Fall. Und auch bei der Basisbrillenglaslinie heißt es nun „Made in Europe“. Hier fiel die Wahl auf einen tschechischen Hersteller, wie Vertriebsleiter Michael Brukner erklärt: „Jede Firma hat günstige Marken und Premium-Linien. Und wir haben dann mal etwas länger gerechnet und kalkuliert, dass wir auch unsere preiswerte Glaslinie in Europa machen können. Das macht meines Wissens nach kein anderer.“

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Besonderen Wert legt das Unternehmen darauf, bei einem Qualitätslabel à la „Made in …“ konsequent und transparent unterwegs zu sein. Man wolle nicht sagen, bei einer Produktschiene geschehe viel oder der überwiegende Teil in einem Land, sondern wirklich alles Made in Germany oder Made in Europe. Diese Transparenz veranschaulichen dann in den neuen Preislisten Deutschlandflagge und Co. beim jeweiligen Brillenglas. Schon auf den ersten Blick soll der Kunde nachvollziehen können, wo die Gläser herkommen.

CO2-Fußabdruck wird weiter minimiert

Dass die Zeiten sich ändern, hat das Unternehmen aber schon vorher erkannt und letztes Jahr bereits eine Reihe an Maßnahmen umgesetzt, die den CO2-Fußabdruck reduzieren sollen. Das sind vermeintlich kleinere Umstellungen wie das Nutzen von umweltfreundlicherem Papier oder Cellophan statt Plastiktüten. Auch darüber hinaus schöpft die DAO alle Möglichkeiten aus, um nachhaltiger zu werden. Von der Photovoltaikanlage auf dem Dach über die Umstellung auf Ökostrom bis zu neuen Ladestationen für E-Autos. „Alles, was wir machen können, machen wir. Auch weil wir jetzt bemerken, dass es im Team so stark unterstützt wird. Es muss aber natürlich auch immer wirtschaftlich sein“, so Stefan Rüdiger.

Was die Zukunft bringt 

Bei der Frage, ob auch eine Glasproduktion am Firmenstandort in Mühlacker (Baden-Württemberg) geplant sei, ist der Wunsch danach zu erkennen. Doch hier gelte es einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Ideen gebe es zwar schon. Aber bei einer eigenen Produktion sei es nicht damit getan, einfach nur „für ein paar Millionen Euro Maschinen zu kaufen“. Dafür müsse man auch das Know-how und das richtige Personal haben. Aber wo die Reise hingeht, könne man jetzt noch nicht sagen. Lassen wir uns überraschen.

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