Anzeige
Menicon (Banner)
|

Forschung: Medikament könnte diabetische Retinopathie verhindern

Menschliches Auge in Nahaufnahme
Bild: Venti Views/Unsplash

Neue Hoffnung im Kampf gegen Netzhauterkrankung

Jüngste Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass ein neuartiger Hemmstoff mikrovaskuläre diabetische Komplikationen wie die diabetische Retinopathie und diabetische Nierenerkrankungen verhindern könnte. Die von der Universität Bristol (UK) geleitete Studie wurde in der Zeitschrift Cardiovascular Diabetology veröffentlicht.

Zwar gibt es Behandlungen für Patienten, die diabetische Augen- und Nierenerkrankungen entwickeln, doch können diese Behandlungen das Fortschreiten der Krankheit nicht vollständig aufhalten. Letztendlich können sie bei den Patienten zu Erblindung und Nierenversagen führen.

Das Forschungsteam aus Bristol interessierte sich nun für die schützende Auskleidung aller Blutgefäße, die so genannte Glykokalyx. Es ist bekannt, dass diese Auskleidung bei Diabetes beschädigt wird. Die Forscher zeigten in zwei Mausmodellen, dass die Entwicklung von diabetischen Augen- und Nierenerkrankungen gestoppt werden kann, wenn die Schädigung dieser Schutzschicht verhindert wird. Dies wird durch den Einsatz eines „Heparanase-Inhibitors“ erreicht. Heparanase wirkt wie eine Schere und beschädigt die Glykokalyx-Auskleidung. Heparanase-Inhibitoren verhindern diese Schädigung. Das Forschungsteam hat eine neuartige Klasse dieser Wirkstoffe entwickelt, die erfolgreich als Medikament zur Behandlung von Patienten eingesetzt werden könnte.

Anzeige
Essilor (Banner)

Dr. Rebecca Foster, außerordentliche Professorin für mikrovaskuläre Medizin an der medizinischen Fakultät von Bristol: Translational Health Sciences (THS), und Hauptautorin der Studie, sagte: „Unsere Ergebnisse sind aufregend, da wir gezeigt haben, dass eine Art von Medikamenten in der Lage sein könnte, verschiedene diabetische Komplikationen zu verhindern, was ein globales Gesundheitsproblem für Erwachsene ist, die mit Diabetes leben.“

Dr. Monica Gamez, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bristol Medical School (THS) und korrespondierende Autorin, fügte hinzu: „Wir führen derzeit Forschungsarbeiten durch, um unsere neuartige Klasse von Inhibitoren zur klinischen Anwendung zu bringen. Angesichts der Tatsache, dass derzeit mehr als 8% der erwachsenen Weltbevölkerung an Diabetes leiden, hoffen wir, dass die Patienten in Zukunft von unseren Erkenntnissen profitieren könnten.“

Ähnliche Beiträge

  • dm: Interview zum neuen Augenscreening

    Die Drogeriemarktkette dm erweitert ihr Dienstleistungsangebot und bietet seit Anfang August in einer Düsseldorfer Filiale ein Augenscreening mittels Netzhautfotografie an. FOCUS sprach darüber mit Sebastian Bayer, dm-Geschäftsführer für das Ressort Marketing + Beschaffung.

  • Pro Retina: Menschen mit Seheinschränkung auf 3.666 Meter Höhe

    Sie sind zwischen 21 und 81 Jahre alt, leben alle mit einer Seheinschränkung – und werden gemeinsam im Juli den 3.666 Meter hohen Gipfel des Großvenedigers besteigen. Mit der Tour zum höchsten Berg Salzburgs möchte Pro Retina zeigen, was durch Inklusion und der Chance zur Teilhabe möglich ist.

  • MPG&E: Erfolgreiche Vertriebspartnerschaft ausgebaut

    Der Kontaktlinsenanbieter MPG&E intensiviert seine langjährige Partnerschaft mit dem italienischem Medizinprodukte-Experten Omisan farmaceutici und übernimmt ab sofort den alleinigen Vertrieb der gesamten Sodyal-Produktpalette in Deutschland.

  • Presbyopie-Management

    Jeder hat eine Meinung zur Presbyopie. Aber bleiben wir bei den Fakten und beantworten diese Frage: Was genau ist Altersweitsichtigkeit – und was können wir dagegen tun? Dieser Artikel untersucht die Feinheiten der Presbyopie und ihrer Korrekturmethoden anhand eines evidenzbasierten Ansatzes mit Informationen aus kürzlich veröffentlichten Übersichtsarbeiten. Teil II unserer Presbyopie-Reihe zeigt, welche Optionen es gibt.

  • Fielmann: Förderstiftung nimmt Arbeit auf

    Die Fielmann Förderstiftung hat wie geplant im ersten Quartal 2024 ihre Arbeit aufgenommen. Sie wurde von Marc Fielmann und seiner Schwester Sophie Fielmann errichtet, um das soziale Engagement ihres verstorbenen Vaters Günther Fielmann in die Zukunft zu tragen.

  • Arbeitskreis Ophthalmische Optik (AOO): Tagung im Oktober

    Das 31. Treffen des Arbeitskreises Ophthalmische Optik (AOO) wird vom 20. bis 22. Oktober 2023 bei Darmstadt stattfinden. Inhaltlich geht es um alle Fragen rund um das Auge: Optik, Wahrnehmung, Produktion, Technologien, Physiologie und Medizin.