Anzeige
Menicon (Banner)

GfK: Konsumklima setzt negativen Trend fort

Mann im Hemd mit gestapelten Geldmünzen
Das Geld bei den Verbrauchern sitzt weiterhin nicht locker. Sparen ist stattdessen bei vielen Deutschen angesagt. Symbolbild: Towfiqu Barbhuiya/Unsplash

Studie zur Verbraucherstimmung im Februar und Prognose für März

Nach dem Fehlstart im Januar setzt sich der Rückgang beim Konsumklima fort. Zwar legen die Konjunkturerwartungen leicht zu, aber die Einkommenserwartungen und die Anschaffungsneigung müssen zum zweiten Mal in Folge Einbußen hinnehmen. Die Sparneigung zeigt hingegen leichte Zugewinne. Folglich geht das Konsumklima für März 2025 im Vergleich zum Vormonat zurück, wie die aktuellen Ergebnisse des GfK Konsumklimas powered by NIM (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) zeigen.

„Die aktuellen Zahlen zeigen keinerlei Anzeichen für eine Erholung der Konsumstimmung in Deutschland. Seit Mitte des vergangenen Jahres stagniert das Konsumklima auf einem niedrigen Niveau. Nach wie vor ist die Verunsicherung unter den Konsumenten groß und die Planungssicherheit fehlt“, erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte beim NIM. „Die zügige Bildung einer neuen Bundesregierung nach den Bundestagswahlen und eine rasche Verabschiedung des Haushaltes für dieses Jahr würden sowohl bei Unternehmen wie auch privaten Haushalten zu mehr Planungssicherheit führen. Damit wären wichtige Rahmenbedingungen gegeben, damit die Verbraucher wieder eher bereit wären, Geld auszugeben und den Konsum zu beleben.“

Einkommenserwartungen sinken auf 13-Monats-Tief

Die Verbraucher schätzen die finanzielle Lage des eigenen Haushaltes für die kommenden 12 Monate zum zweiten Mal in Folge schwächer ein. Der Indikator verliert im Vergleich zum Januar 4,3 Zähler und sinkt damit auf -5,4 Punkte. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt im Januar 2024 gemessen: Damals lag die Einkommenserwartung bei -20 Punkten.

Anzeige
Essilor (Banner)

Damit setzt der Einkommensindikator seinen Abwärtstrend, der Mitte des vergangenen Jahres einsetzte, auch im Februar dieses Jahres fort. „Unsere Deep-Dive-Analysen machen die Gründe für diese trüben Einkommensaussichten deutlich. Genannt werden in erster Linie die gestiegenen Preise, eine unsichere wirtschaftliche bzw. politische Lage und die Unzufriedenheit mit der Politik“, fügt Rolf Bürkl an.

Das Jahr 2025 droht zu einem weiteren wirtschaftlich schwachen Jahr zu werden. Einige Experten schließen ein drittes Jahr in Folge mit einer rezessiven Entwicklung nicht ganz aus. Das wäre ein Novum in der Geschichte der Bundesrepublik.

Quelle: GfK/NIM

Ähnliche Beiträge

  • Fielmann: Übernahme von US-Augenoptiker SVS Vision abgeschlossen

    Die Fielmann-Gruppe hat ihren Finanzausblick für das Gesamtjahr nach dem endgültig vollzogenen Abschluss der Übernahme von SVS Vision angehoben. Der Optiker bereitet sich nun darauf vor, das Unternehmen zu integrieren und sein Omnichannel-Geschäftsmodell in den USA einzuführen.

  • DOG: Ambulantisierung in der Augenheilkunde

    Die Augenheilkunde ist eine stark ambulantisierte medizinische Disziplin, dennoch benötigen bestimmte Fälle weiterhin eine stationäre Therapie. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) fordert daher, die entsprechenden Kompetenzen und Strukturen an Kliniken zu erhalten.

  • DOG: Augenheilkunde ist Vorreiter der Ambulantisierung

    Einer aktuellen Umfrage zufolge finden in Augenkliniken bereits 80% der Behandlungen ambulant statt. Im Hinblick auf die von der Bundesregierung geforderte Ambulantisierung nimmt die Ophthalmologie nach Meinung der Fachgesellschaft DOG damit bereits eine Vorreiterrolle ein.

  • Marcolin: Positive Ergebnisse im ersten Quartal

    Beim Brillenhersteller Marcolin setzt sich im ersten Quartal 2023 die wirtschaftlich positive Entwicklung des Unternehmens fort. Laut nun veröffentlichten Zahlen wurde der Nettoumsatz um rund 17% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert.

  • Rodenstock: Umsatz und Ergebnis steigen

    Rodenstock hat die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2024 bekanntgegeben. Während 2023 der konsolidierte Nettoumsatz noch 506,1 Millionen € betrug, waren es im vergangenen Jahr 512,4 Millionen € – trotz eines „unsicheren Marktumfelds“, wie das Unternehmen dazu mitteilt.