Anzeige
Menicon (Banner)

GfK: Konsumklima verbessert sich leicht auf Zwei-Jahres-Hoch

Frau mit Sonnenbrille trägt Einkaufstaschen
Bild: Freestocks/Unsplash

Höhere Einkommenserwartungen treffen auf hohe Sparneigung der Deutschen

Die Erholung der Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im April weiter fortgesetzt, wie aktuelle Ergebnisse der GfK zeigen. In der Prognose für Mai nimmt der entsprechende Indikator im Vergleich zum Vormonat um 3,1 Zähler zu und erreicht ein Zwei-Jahres-Hoch, jedoch auf einem überaus niedrigen Niveau.

Die Einkommenserwartung legt laut den Analysten spürbar zu, die Konjunkturerwartung und die Anschaffungsneigung steigen moderat. Das Konsumklima verbessert sich damit zum dritten Mal in Folge.

Einen kräftigeren Anstieg des Konsumklimas verhindert in diesem Monat die Sparneigung der Deutschen, denn die Verbraucher tendieren im April wieder etwas mehr dazu, zu sparen – was sich in der leicht steigenden Sparneigung widerspiegelt: Diese gewinnt 2,5 Punkte hinzu und weist mit 14,9 Zählern weiter ein überaus hohes Niveau auf. Vor 12 Monaten lag der Sparindikator noch bei 1,8 Punkten. Dies bedeutet ein Plus von mehr als 13 Punkten.

Anzeige
Hecht (Banner)

„Einkommenserwartungen orientieren sich an der realen Einkommensentwicklung. Und die Signale sind durchaus positiv.“

Konsumexperte Rolf Bürkl

„Der im Vergleich zu den beiden Vormonaten stärkere Anstieg des Konsumklimas ist vor allem auf die spürbare Zunahme der Einkommenserwartungen zurückzuführen“, erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte beim Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM). „Aus unseren Analysen wissen wir, dass sich die Einkommenserwartungen vor allem an der realen Einkommensentwicklung orientieren. Und hier sind die Signale durchaus positiv. Lohn- und Gehaltszuwächse in Verbindung mit einer zuletzt rückläufigen Inflationsrate bilden die Basis für eine steigende Kaufkraft bei den privaten Haushalten.“

Nach wie vor herrsche unter den Konsumenten in Zeiten multipler Krisen und fehlender Zuversicht in die weitere wirtschaftliche Entwicklung eine starke Verunsicherung, auch weil eine klare und nachvollziehbare Perspektive zur weiteren Entwicklung des Landes in ihren Augen nicht erkennbar ist. Die derzeit schlechte Stimmung liegt laut den Experten wie ein Schleier über den Fakten. Folglich blieben kräftige Impulse für die Binnennachfrage nach wie vor aus.

Ähnliche Beiträge

  • EssilorLuxottica: Wachstum verlangsamt sich

    EssilorLuxottica hat im dritten Quartal 2023 einen Konzernumsatz von rund 6,3 Millionen € erwirtschaftet. Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte verlangsamt sich das Wachstum leicht aufgrund des schwächeren Geschäfts mit Sonnenbrillen, teilt der Konzern mit.

  • GfK: Konsumklima erholt sich leicht zu Jahresbeginn

    Das Konsumklima in Deutschland verbessert sich zu Jahresbeginn 2026 leicht. Höhere Einkommenserwartungen und eine steigende Anschaffungsneigung wirken laut den Experten von GfK/NiQ positiv, während die Sparneigung stabil bleibt.

  • Zeiss: Rekord-Umsatz

    Die Zeiss Gruppe konnte das dynamische Umsatzwachstum mit einer Wachstumsrate auf dem sehr hohen Niveau des Vorjahres fortsetzen.

  • Mister Spex: Umsatzwachstum von 18%

    Mister Spex erzielte im dritten Quartal des Jahres ein Umsatzwachstum von 18%. Unterstützt wurde das Wachstum durch hohe Umsätze im stationären Handel sowie einem beschleunigten Wachstum bei Korrektionsbrillen und Sonnenbrillen.

  • Wagner + Kühner: Insolvenz angemeldet

    Die Wagner + Kühner GmbH mit Sitz in Bad Kreuznach hat am 31. Januar 2023 beim Amtsgericht Bad Kreuznach einen Antrag auf Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Das teilte jetzt der vom Gericht zum vorläufigen Insolvenz-Verwalter bestellte Rechtsanwalt Jens Lieser (Koblenz) mit.

  • GfK: Konsumklima erholt sich leicht

    Nach einem Rückschlag im August hat sich die Verbraucherstimmung in Deutschland im September wieder etwas erholt. Die wichtigen Indikatoren Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung verbessern sich – dementsprechend verzeichnet das Konsumklima in der Prognose für Oktober einen leichten Anstieg.