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GfK: Konsumklima verbessert sich wieder deutlich

Frauen mit Einkaufstaschen kaufen vergnügt ein
Die Verbraucherstimmung in Deutschland steigt im Oktober auf den höchsten Stand seit April 2022 an. Bild: Getty Images/Unsplash

Auch die Heim-EM trägt zu besserer Verbraucherstimmung bei

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im Juli spürbar vom Abschwung im Vormonat erholt. Ein deutlicher Anstieg bei den Einkommensaussichten und ein leichtes Plus bei der Anschaffungsneigung sind die Haupttreiber bei dem von GfK/NIM ermittelten Konsumklima-Index. Dagegen bleibt die Sparneigung unverändert und leistet keinen Beitrag zum Aufwind des Konsumklimas.

„Die Aufhellung des Konsumklimas im Juli ist in erster Linie auf die gestiegene Einkommenserwartung der Deutschen zurückzuführen. Aber mit großer Wahrscheinlichkeit spielt hier auch die EM-Euphorie, die die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland in vielen Teilen der Bevölkerung ausgelöst hat, eine Rolle“, erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte beim NIM. „Es bleibt allerdings abzuwarten, ob dieser Effekt nachhaltig ist, oder nur ein kurzzeitiges Aufflackern darstellt. So schnell wie diese Hochstimmung entstanden ist, kann sie auch wieder verschwinden.“

Einkommenserwartung klettert auf höchsten Stand seit 2021

Nach einem kleinen Rückschlag im Vormonat schätzen die Deutschen ihre Einkommensaussichten für die kommenden 12 Monate wieder besser ein: Der Indikator gewinnt 11,5 Zähler hinzu und klettert damit auf 19,7 Punkte. Dies ist der höchste Wert seit Oktober 2021. Damals wurden 23,3 Punkte gemessen. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres beträgt das Plus sogar knapp 25 Punkte.

Grafik zum Konsumklima-Index von GfK/NIM mit Prognose für August 2024
Der Indikator steigt in der Prognose für August im Vergleich zum schwachen Vormonat um 3,2 Zähler auf -18,4 Punkte. Grafik: GfK/NIM

Der leichte Rückgang der Inflationsrate in Deutschland im Juni auf 2,2% (nach 2,4% im Mai) in Verbindung mit spürbaren Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie deutlichen Rentenerhöhungen sorgen anscheinend dafür, dass der Einkommensoptimismus wieder zunimmt. Ein Großteil der bundesdeutschen Haushalte weise derzeit reale Einkommenszuwächse auf, so die Experten.

Anschaffungsneigung mit moderatem Zuwachs

Im Sog der deutlich verbesserten Einkommensaussichten nimmt auch die Anschaffungsneigung im Juli zu. Der Indikator gewinnt 4,6 Punkte hinzu und weist derzeit -8,4 Zähler auf. Ein besserer Wert wurde zuletzt vor mehr als zwei Jahren, im März 2022, mit -2,1 Punkten, gemessen. Zudem sei davon auszugehen, dass sich auch die Euphorie in Zeiten der Fußball-Europameisterschaft positiv auf die Anschaffungsbereitschaft der Deutschen ausgewirkt habe.

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Trotz des Anstiegs liegt die Anschaffungsneigung nach wie vor noch unter dem Niveau der beiden Lockdowns zu Zeiten der Pandemie im Frühjahr 2020 bzw. Ende 2020/Anfang 2021.

Konjunkturerholung kommt nur schleppend voran

Nach Einschätzung der befragten Bundesbürger wird sich die deutsche Wirtschaft in den kommenden 12 Monaten nur sehr mühsam erholen können. Zwar legt der Indikator Konjunkturerwartung um 7,3 Zähler zu – aber er kann damit nur die Verluste aus dem Vormonat ausgleichen. Aktuell weist die Konjunkturstimmung einen Wert von 9,8 Punkten auf. Dies entspricht exakt dem Wert aus Mai 2024.

Nach Einschätzung von Experten wird sich eine Belebung der Konjunktur erst im kommenden Jahr beschleunigt fortsetzen. Für 2024 wird insgesamt nur ein schwacher Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes (BIP) erwartet.

Quelle: GfK/NIM

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