Anzeige
Menicon (Banner)
|

GfK: Konsumklimastudie März 2023

Erholung setzt sich fort, aber mit nachlassender Dynamik

Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im März ein gemischtes Bild. Das Konsumklima stieg im März 2023 erneut an, was in erster Linie auf die positive Entwicklung der Einkommensaussichten zurückzuführen ist. Zum sechsten Mal in Folge kann der Indikator ein Plus verzeichnen und steigt im März um drei Zähler auf -24,3 Punkte. Dies ist der beste Wert seit zehn Monaten, seit er im Mai 2022 bei -23,7 Punkten lag. Trotz des positiven Trends bleibt das Niveau der Einkommenserwartung ausgesprochen niedrig.

„Die Einkommensaussichten profitieren derzeit von den zuletzt spürbar gesunkenen Preisen für Energie, speziell für Benzin und Heizöl. Dennoch wird die Inflation in diesem Jahr hoch bleiben, wenn sie auch nach den bislang vorliegenden Prognosen etwas niedriger sein wird als die im Jahr 2022 gemessenen 6,9 Prozent.“, erklärt Rolf Bürkl, GfK-Konsumexperte.

Anzeige
Hecht (Banner)

Die Anschaffungsneigung konnte im März nicht von den verbesserten Einkommensaussichten profitieren. Der Indikator zeigt sich nach einem mageren Plus von 0,3 Punkten gegenüber dem Vormonat kaum verändert. Mit aktuell -17,0 Punkten liegt er zudem knapp 15 Zähler unter dem entsprechenden Wert des Vorjahres. Diese stagnierende Entwicklung zeigt die nach wie vor bestehende Verunsicherung der Verbraucher. Stabile Beschäftigungsverhältnisse als positiver Faktor für die Konsumneigung und spürbare Kaufkrafteinbußen als belastender Faktor sorgen derzeit für die Entwicklung ohne klaren Trend.

Im Gegensatz zu den Einkommensaussichten legt die Konjunkturerwartung im März eine kleine Verschnaufpause ein. Nach vier Anstiegen in Folge muss der Indikator wieder leichte Einbußen hinnehmen. Nach einem Minus von 2,3 Punkten sinkt er auf einen Wert von 3,7 Punkten. Die Konjunkturstimmung bleibt damit über ihrem langjährigen Durchschnitt von etwa null Punkten. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres steht sogar ein Plus von 12,6 Punkten zu Buche. Ob eine Rezession in Deutschland vermieden werden kann, ist zuletzt wieder zweifelhafter geworden. Zumindest eine technische Rezession, also zwei aufeinanderfolgende Quartale mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP), ist wieder wahrscheinlicher geworden. Nachdem das BIP bereits im letzten Vierteljahr 2022 mit -0,4 Prozent im Minus war, ist auch ein leichter Rückgang im ersten Quartal 2023 möglich. Allerdings gehen die Experten derzeit davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im zweiten Halbjahr wieder etwas erholen kann.

Ähnliche Beiträge

  • EUHA: Impulse für Augenoptik und Hörakustik 2026

    Vom 14. bis 16. Oktober findet der 70. Internationale Hörakustiker-Kongress statt und richtet sich auch an Betriebe, die sowohl in der Hörakustik als auch in der Augenoptik tätig sind. Die Veranstaltung bietet ein breites Spektrum an relevanten Themen für den Betriebsalltag.

  • Mister Spex: Umsatz bleibt unter Erwartungen

    Mister Spex hat infolge einer bislang unter den Erwartungen liegenden Umsatzentwicklung im zweiten Quartal die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 nach unten korrigiert. Die Profitabilität soll das aber nicht schmälern, teilt das Unternehmen mit.

  • Transitions: Raus aus der Nische

    In den vergangenen Jahren hat Transitions Optical eine spannende Produkt- und Markenentwicklung durchlaufen mit dem Ziel, das Kundenerlebnis zu verbessern und das Markenimage zu modernisieren. Dies erforderte nicht nur eine Produktionsstätte, sondern ein richtiges Innovationszentrum – und genau das hat sich FOCUS in Irland vor Ort angesehen.

  • Silmo: Silmo Paris 2021 findet statt

    Die Brillenmesse Silmo Paris 2021 findet statt, nachdem Frankreich im Mai 2021 den stufenweisen Ausstieg aus dem Lockdown inkl. Öffnung von Messen angekündigt hat.

  • Preise für Augenoptik-Geschäfte: Unstetiges Bild für 2023

    Auch wegen der herausfordernden Rahmenbedingungen haben sich die Kaufpreise für augenoptische Geschäfte im Jahr 2023 uneinheitlich entwickelt. Die AOS Unternehmensberatung gibt auf Basis ihrer jährlichen Analyse einen Ausblick auf die Entwicklung bei Geschäftskäufen und -verkäufen.