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KGS: Frühling macht Sehdefizite deutlicher

Frau mit Brille wird vom Licht auf der Straße geblendet
Frühlingssonne kann blenden und Sehprobleme sichtbar machen. Das KGS empfiehlt zum Frühjahr Auffälligkeiten überprüfen zu lassen. Bild: Kuratorium Gutes Sehen (Symbolbild, KI-generiert)

Empfehlung zum Sehtest bei „wieder längeren Tagen“

Mit zunehmendem Tageslicht treten Sehprobleme bei vielen Menschen stärker zutage. Das Kuratorium Gutes Sehen (KGS) weist darauf hin, dass Veränderungen der Sehleistung im Alltag häufig übersehen werden und der Frühling ein geeigneter Zeitpunkt für einen Sehtest ist.

Knapp zwei Drittel der Erwachsenen in Deutschland nutzen eine Brille oder Kontaktlinsen. Digitale Geräte gehören für die Mehrheit ebenfalls zum Alltag: Mehr als neun von zehn Personen ab 16 Jahren verwenden täglich Computer, Smartphone oder Tablet. Da sich Sehveränderungen oft langsam entwickeln, bleiben erste Hinweise lange unbemerkt. Ein kurzer Check kann hier Klarheit schaffen.

Mehr Licht macht Unschärfen sichtbarer

Helles Tageslicht steigert die Wahrnehmung von Details – vorausgesetzt, die vorhandene Sehhilfe stimmt noch. Veränderte Fehlsichtigkeiten zeigen sich häufiger darin, dass Schrift auf dem Smartphone unscharf erscheint oder Texte nur noch mit größerem Abstand gelesen werden können.

Digitale Nutzung belastet zusätzlich

Viele Stunden am Monitor oder auf dem Smartphone können zu müden Augen, Kopfschmerzen oder Verspannungen führen. Diese Beschwerden werden oft anderen Ursachen zugeschrieben. Spezielle Bildschirmbrillen sind auf die Sehanforderungen am Arbeitsplatz ausgerichtet und können laut Angaben des KGS eine entspanntere Kopf- und Körperhaltung ermöglichen. Nach aktuellen Zahlen nutzt etwa jeder fünfte Brillenträger mit Computerarbeitsplatz eine solche Brille.

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Sehen im Straßenverkehr gewinnt an Bedeutung

Mit der Outdoor-Saison steigen die Anforderungen an schnelle Hell-Dunkel-Anpassungen. Beim Radfahren oder im Straßenverkehr entscheidet oft wenig Zeit darüber, ob Schilder oder Hindernisse rechtzeitig erfasst werden. Wer nicht optimal sieht, erhöht das Unfallrisiko.

Dr. Wolfgang Wesemann, ehemaliger Direktor der Höheren Fachschule für Augenoptik Köln und langjähriger Berater des KGS, betont, wer ein Kfz-Kennzeichen aus 30 Metern Entfernung nicht klar erkenne, sollte seine Augen prüfen lassen.

Empfohlene Intervalle für Sehtests

Für Kinder und Jugendliche mit Kurzsichtigkeit oder Auffälligkeiten empfiehlt sich eine jährliche Kontrolle. Bei unauffälligem Sehen genügt in der Regel ein Test alle drei Jahre.

Erwachsene bis etwa 40 Jahre sollten ebenfalls im Dreijahresrhythmus prüfen lassen. Zwischen 40 und 60 Jahren sind zweijährige Abstände sinnvoll, ab 60 Jahren wird ein jährlicher Check empfohlen. Bei Beschwerden sollte der Sehstatus unabhängig vom Alter zeitnah beim Augenoptiker oder Augenarzt kontrolliert werden.

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