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Menrad: Standort in Schwäbisch Gmünd ist nicht zu retten

Menrad-Firmensitz in Schwäbisch Gmünd
Dass der Firmensitz in Schwäbisch Gmünd nicht mehr zu retten sei, wurde zuletzt schon vermeldet. Durch die Übernähme wichtiger Menrad-Marken von Design Eyewear Group bleibt zumindest der Arbeitsplatz von zehn Außendienstmitarbeitern erhalten. Bild: Ferdinand Menrad GmbH + Co. KG

Insolvenzverfahren eröffnet

Ende Mai wurde das Insolvenzverfahren des Brillenherstellers Menrad eröffnet. Wie nun bekannt wurde, ist es bereits beschlossene Sache, dass der Standort in Schwäbisch Gmünd geschlossen werden muss.

Der vom Amtsgericht Ulm eingesetzte Insolvenzverwalter Florian Zistler von der Pluta Rechtsanwalts GmbH führt aktuell Gespräche mit potenziellen Investoren. Dabei stehen die Markenrechte von Menrad im Fokus, für die mehrere Interessenten ihr Interesse bekundet haben sollen. Zudem habe ein Investor Interesse an der Übernahme mehrerer Außendienstmitarbeiter.

Schließung des Standorts als einzige Option

Der Standort in Schwäbisch Gmünd muss geschlossen werden, da kein Investor den gesamten Betrieb übernehmen will. Hintergrund seien die hohen Kosten des Unternehmens. Der Insolvenzgeldzeitraum ist mit der Eröffnung des Verfahrens ausgelaufen. Die Gehälter müssten ab Juni wieder aus dem laufenden Geschäftsbetrieb bezahlt werden. Laut der aktuellen Planung gibt es eine erhebliche Finanzierungslücke, da die Sommermonate Juni und Juli traditionell umsatzschwach sind. Keine Alternative zur Schließung des Standorts in Schwäbisch Gmünd gibt es, weil in einem laufenden Insolvenzverfahren keine Verluste erwirtschaftet werden dürfen. Die Beschäftigten wurden darüber am Mittwoch im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung informiert.

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„Die Finanzierungslücke ist zu groß, um den Betrieb in seiner bisherigen Form fortzuführen. Der Geschäftsbetrieb ist unter Vollkosten defizitär. Da kein Investor den gesamten Betrieb übernehmen möchte, ist die Betriebseinstellung des Standorts in Schwäbisch Gmünd leider die einzige Option. Die Gespräche zur Markenübernahme verlaufen positiv. Wir setzen nun alles daran, diese Gespräche erfolgreich abzuschließen. Hier soll ein fließender Übergang stattfinden, was auch für die Händler positiv wäre, um die Lieferung der Waren und die Ersatzteilversorgung weiter zu gewährleisten“, erklärt Insolvenzverwalter Florian Zistler. Wenn alles planmäßig läuft, soll der Abschluss des Kaufvertrags im Juni erfolgen.

In Schwäbisch Gmünd muss nun knapp 100 Mitarbeitern gekündigt werden. Ein Sozialplan sei nach konstruktiven Verhandlungen mit dem Betriebsrat abgeschlossen worden. Für zehn Außendienstmitarbeiter bestehe die Option, im Rahmen einer Übernahme weiterbeschäftigt zu werden.

Quelle: Pluta

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