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Mido: Business, Austausch und viele Preise

Bild: Mido

Mido 2024 mit großer Austellungsfläche und vielseitigem Rahmenprogramm

Vom 3. bis 5. Februar war die internationale Messe Mido in Mailand wieder einmal der Mittelpunkt der augenoptischen Welt. Mit mehr als 1.200 Ausstellern in sieben Ausstellungspavillons (einer mehr als 2023) und mehr als 40.000 Besuchern während der dreitägigen Messe konnten die Veranstalter einen Zuwachs von 11% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Der Aufschwung verteilte sich zu gleichen Teilen auf italienische und internationale Teilnehmer. Letztere kamen aus 160 Ländern von mehreren Kontinenten, darunter Asien, Nordamerika und Europa. 

Mido-Präsident Giovanni Vitaloni freute sich, dass durch die Bemühungen aller Beteiligten und durch das entgegengebrachte Vertrauen der Branche, das ehrgeizige Ziel erreicht werden konnte, wieder mehr Besucher anzulocken.

Acht Ausstellungsbereiche und verstärkte Online-Präsenz

Neben der regen Aktivität auf der Ausstellungsfläche war auch ein Anstieg auf den Online-Plattformen der Messe zu verzeichnen. Die Social-Media-Kanäle erreichten 50% mehr Menschen als im vergangenen Jahr und die Inhalte der Veranstaltung generierten mehr als zwei Millionen Impressionen. Mehr als 250.000 Interaktionen und 25% mehr Downloads der Mido-App sorgten für Zufriedenheit bei den Anbietern. Für die Aussteller stand zudem ein neues Tool zur Verfügung, mit dem sie die Besucher an ihren Ständen erfassen konnten. Die Mido 2024 Digital Edition mit fast 12.000 Abonnenten verzeichnete einen Anstieg der Schaufensterseiten von 650 im Jahr 2023 auf 845 in diesem Jahr, was aus Sicht der Veranstalter darauf hindeutet, dass die Aussteller zunehmend die persönliche Teilnahme mit virtuellen Aktivitäten verbinden. 

Die internationalen Aussteller waren auf acht Ausstellungsbereiche verteilt, den Fashion District mit großen und kleinen Markennamen, Mido Tech für die Bereiche Maschinen, Rohstoffe und Komponenten, Lenses für ophthalmische Gläser, Design und Design Tech, welches die Schnittstelle von Design und technologischer Innovation darstellte. Dazu gab es den Academy Bereich, das Start-up Areal und nicht zuletzt FAiR East für zahlreiche asiatische Aussteller, die die unternehmerische Welt des Fernen Ostens repräsentieren.

Vorträge und Diskussionen

Neben der Ausstellung wurde den Besuchern auch ein vielseitiges Rahmenprogramm geboten. Die Konferenzen im Otticlub gaben Diskussionen rund um Schönheit und Design eine Bühne. Im Rahmen der Gesprächsreihe MIDday Talks wurden Gäste interviewt, die sich zur aktuellen Auffassung von Schönheit äußerten, die anscheinend Ästhetik weniger als bisher mit stereotypen Modellen von Schönheit in Verbindung bringt. Diese MIDday Talks werden nach Angaben der Mido im Laufe des Jahres 2024 fortgesetzt.

Die Konferenz zur inklusiven Sprache im Empowering Optical Women Leadership Program stellte die Ergebnisse vor, die ein Jahr nach dem Start des Programms zur Förderung von Frauen in Führungspositionen in der Brillenindustrie erzielt wurden. Das Programm wurde von dem italienischen Verband der Hersteller optischer Produkte ANFAO organisiert, von der Stiftung Marisa Bellisario gesponsert und von der Ente Bilaterale Occhialeria unterstützt.

Die medizinisch-wissenschaftlichen Aspekte von Brillengläsern wurden in drei Gesprächsrunden behandelt, die sich mit Myopie und Presbyopie befassten. Eine gemeinsame Vereinbarung zu diesem Thema wurde während des Treffens mit dem Titel „Presbyopie und die Verschreibung von Multifokallinsen: der ideale Weg des Patienten vom Augenarzt zum Augenoptiker und umgekehrt“ vorgeschlagen, gefördert von der ANFAO Lens Group, Federottica und Fabiano Gruppo Editoriale.  Die Vereinbarung sieht, die Einwilligung des Patienten vorausgesetzt, einen verstärkten Informationsaustausch zwischen Augenarzt und Augenoptiker vor, um die Qualität der Patientenversorgung zu fördern.

Preisverleihung mit neuen Nachhaltigkeits-Awards

Am zweiten Tag der Messe werden traditionell die Preise verliehen, mit denen die Augenoptiker, die Aussteller und die Fachleute der Branche geehrt werden, die sich in verschiedenen Bereichen engagieren, um sich selbst und ihren Beruf zum Nutzen der gesamten Lieferkette zu verbessern. 

Die Preisverleihung, die im Otticlub in Anwesenheit des
Mido-Präsidenten Giovanni Vitaloni und der Radiomoderatorin Petra Loreggian stattfand, wurde mit der Verleihung des BeStore-Preises für Design an Anaïs Muriths LENETA – Concept Store Optique, ein Schweizer Optikzentrum, eröffnet. Die Auszeichnung erfolgte für die „intelligente Kombination aus Schönheit, Retro-Appeal, zeitgemäßer Ästhetik und verantwortungsvollem Verkauf“ des Geschäftes. Der Innovationspreis ging an Vitor Martins‘ Ótica Maxivisão aus Portugal, sowohl für sein soziales Engagement durch mehrere Solidaritätsmissionen in fünf Ländern als auch für seinen Fokus auf den Umweltschutz.

Gewinner des Stand Up For Green-Preises für den nachhaltigsten Messestand in diesem Jahr war CSO Costruzione Strumenti Oftalmici, ein italienisches Unternehmen, dessen Stand vollständig auf der Grundlage der Verwendung von Kreislaufmaterialien konzipiert wurde.

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Weiterhin wurde der CSE – Certified Sustainable Eyewear Award verliehen, der von Mido in Zusammenarbeit mit
ANFAO und Certottica ins Leben gerufen wurde, um die Nachhaltigkeit in der globalen Brillenindustrie zu bewerten. CSE (Certified Sustainable Eyewear) ist eine internationale freiwillige Zertifizierung für Produktnachhaltigkeit, die von ANFAO ins Leben gerufen, registriert und gefördert wurde, um das Engagement der Branche zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in der gesamten Lieferkette zu unterstreichen. CSE zertifiziert die Nachhaltigkeit von Brillen und ihren Bestandteilen: Brillengläser, Metall- und Kunststoffbeschläge, Rahmenfronten und Bügel. Lorraine Berton, Präsidentin der ANFAO sagte, dass mit der CSE-Zertifizierung Brillenunternehmen, vor allem KMU, in die Zukunft der Nachhaltigkeit geführt werden sollen, auf einem Weg, der sich an ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekten orientiert. Michele Gasparini, ANFAO-Vizepräsident, zuständig für Nachhaltigkeit und ESG-Fragen, erläuterte, dass es sich um ein anspruchsvolles Unterfangen für Unternehmen, Vertrieb, Einzelhandel und optische Zentren handele und in Kürze Kommunikationsmaßnahmen durchgeführt werden, um das Wissen und das Bewusstsein für die Marke CSE zu fördern.

Mit CSE soll es möglich werden, der europäischen und internationalen Politik in Bezug auf die ökologische Nachhaltigkeit von Produkten einen Schritt voraus zu sein, Produktionsprozesse und Lieferanten zu überwachen und aktiv am Kurswechsel der Branche in Richtung Nachhaltigkeit teilzunehmen, indem sie ihre nachhaltigen Produkte durch ein von der Brillenindustrie weltweit anerkanntes Programm hervorheben.

Das neue CSE-Siegel wurde auf der Mido zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Gewinner in den sechs Kategorien waren:

CSE Award Etui Rest der Welt:
AQUA von EXPLORIS ASIA LIMITED (China) 

CSE Award Etui Europa:
BABE 24 von LLEXAN ITALIA (Italien) 

CSE Award Fassungen Rest der Welt:
NATURA von NEWAY MACAO (Macao)

CSE Award Fassungen Europa:
TOMMY HILFIGER von SAFILO (Italien)

CSE Award Sonnenbrillen Rest der Welt:
LONGCHAMP von MARCHON (USA)

CSE Award Sonnenbrillen Europa:
ROLF (Österreich)

Fotos zu den Mido Award-Gewinnern bzw. den preisgekrönten Produkten sind auf www.mido.com zu finden. Die nächste Mido findet vom 8. bis 10. Februar 2025 in Mailand statt.

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