Anzeige
Menicon (Banner)
|

Optimales Laufen mit Sportbrillen

Foto: Isaac Wendland/unsplash.com

Wer entspannt sehen kann, hat Erfolg beim Sport

Sportbrillen sind weitaus mehr als nur ein modisches Accessoire. Sie können einen erheblichen Einfluss darauf haben, wie sicher und effizient wir unsere Lieblingslaufstrecken bewältigen. Die Idee, dass Sportbrillen sogar die Leistung steigern können, mag für Laien noch überraschend klingen, ist jedoch bei näherer Betrachtung keineswegs abwegig.

Beobachten Sie bei Sportveranstaltungen und Wettkämpfen die zahlreichen Läufer, die Sportbrillen tragen, selbst wenn die Sonne nicht scheint. Als langjähriger Brillenträger (Jahrgang 1965) mit fast vier Jahrzehnten Erfahrung, und seit etwa vier Jahren im Gleitsichtalter, verstehe ich die Bedeutung von Brillen beim Laufen. Meine Kurzsichtigkeit von ungefähr -1,5 dpt könnte mich theoretisch ohne Brille laufen lassen. Doch ich weiß aus Erfahrung: Mit Brille läuft es sich besser.

Sportbrillen sind mehr als nur Sonnenschutz

Unsere Sinnesorgane verarbeiten rund 90% unserer Wahrnehmung über die Augen. Sie sind daher von essenzieller Bedeutung, wie jeder weiß, der schon einmal versucht hat, mit geschlossenen Augen zu laufen. Selbst gerades Laufen wird ohne visuelle Orientierung nahezu unmöglich.

Sportbrillen dienen nicht nur dem Schutz vor Blendung durch Sonnenlicht, was unbestritten wichtig ist. Zugleich helfen sie gegen andere störende Faktoren wie Zugluft, Staub und Pollen.

Diese Reize veranlassen uns, die Augen zu verengen und erzeugen dadurch Stress – ein Stress, der beim Laufen subtil, aber über moderne Messgeräte wie Laufsportuhren spürbar ist. Dieser Stress senkt die Herzfrequenzvariabilität (HFV), ein deutliches Zeichen für eine unerwünschte Belastung, insbesondere wenn wir locker trainieren oder in einem Wettkampf Höchstleistungen erbringen wollen.

Die Auswirkungen des Blinzelns auf die Laufgeschwindigkeit

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und führen Sie ein kurzes Experiment durch: Kneifen Sie Ihre Augen zusammen, vielleicht sogar etwas fester, als würden Sie gegen einen unangenehmen Wind ankämpfen. Spüren Sie die Anspannung? 

Es mag überraschend sein, aber etwa 54 Muskeln sind aktiv, wenn wir die Augen zusammenkneifen – im Gegensatz zu nur 17 Muskeln, die beim Lächeln beteiligt sind. Lächeln Sie einmal entspannt und dann kneifen Sie erneut die Augen zusammen – der Unterschied in der Anspannung wird offensichtlich. Darüber hinaus reicht der Einfluss von entspanntem oder verspanntem Sehen nicht nur bis ins Gesicht. Verspannungen im Nacken beeinflussen die Muskulatur im Rücken und können zu einer verkrampften Haltung der Arme und sogar zu einer balligen Handhaltung führen.

Lächeln als Siegerstrategie

Selbst herausragende Marathonläufer der letzten Jahre, wie der frühere Marathon-Weltrekordhalter Haile Gebrselassie aus Äthiopien oder der aktuelle Spitzenathlet Eliud Kipchoge aus Kenia, zeigen beim Laufen häufig ein Lächeln. Dies geschieht mit Sicherheit nicht zufällig. Auch ich versuche, während Wettkämpfen zu lächeln. Mit einer Sportbrille fällt mir dies viel leichter, auch wenn es bisher noch nicht zum Weltrekord in meiner Altersklasse gereicht hat.

Worauf es bei Sportbrillen ankommt:

  • Eine gute Passform ist entscheidend, auch damit nichts verrutscht. So können sich Sportler auf das Wesentliche konzentrieren.
  • Selbsttönende Gläser, die sich den Lichtverhältnissen anpassen, sind essenziell, um Sportbrillen das ganze Jahr über, auch bei wechselnden Lichtverhältnissen, tragen zu können.
  • Fehlsichtige sollten Sportbrillen wählen, in die entweder Korrektionsgläser integriert oder austauschbare Gläser eingesetzt werden können.
  • Eine Empfehlung meines Kölner Sportoptikers, die sich als wahrer Luxus herausstellte, sind Gleitsichtgläser in meiner Sportbrille. Dadurch kann ich sowohl in der Ferne als auch beim Laufen auf unbefestigten Pfaden eine klare Sicht genießen und gleichzeitig meine Sportuhr im Blick behalten – all das mit großer Sicherheit.

Sollten wir uns beim Laufen entgegenkommen, Sie erkennen mich an meinem grünen Laufcampus-Laufshirt, dann lassen Sie uns lächeln. 

Andreas Butz ist einer der bekanntesten Laufexperten und Motivatoren für Leistung und Erfolg durch Laufen. Der erfolgreiche Buchautor, Lauftrainer und Speaker bietet Vorträge und Laufseminare und Coachings an und ist damit sowohl in der Wirtschaft wie in der Laufszene zu Hause. Auch privat ist er laufend unterwegs. Das Sammeln von Lauferlebnissen auf der ganzen Welt bezeichnet der bald 200-fache Marathonläufer als sein Hobby. www.laufcampus.com

Ähnliche Beiträge

  • Forever Young

    Multifokale Kontaktlinsen sind keine Nischenprodukte, sondern eine zeitgemäße Lösung für eine wachsende Kundengruppe. Wer Kommunikation, Fachwissen und Empathie kombiniert, kann Kunden ab Anfang/Mitte 40 den Weg in eine neue Lebensqualität und Leichtigkeit ebnen und sich gleichzeitig ein wirtschaftlich starkes Segment sichern.

  • Leica Eyecare: Back to the Roots

    Aus dem Nichts entstanden steht sie nun in Heuchelheim bei Wetzlar – die erste eigene, hochmoderne Brillenglasproduktion der Traditionsmarke Leica Eyecare in Deutschland. Der FOCUS besuchte die „Heiligen Hallen“ kurz vor der offiziellen Eröffnung im Juli.

  • Prismatische Korrektion: Präsenzseminar von Jörg Tischer

    Das Präsenzseminar „Prismen Intensiv“ von Augenoptikermeister Jörg Tischer findet am 6. und 7. Mai sowie am 14. und 15. Oktober 2026 nahe Heidelberg statt. Die Fortbildung richtet sich an Augenoptiker, die ihr Wissen zur Anwendung prismatischer Korrektionen erweitern möchten.

  • Lunor: Neue Brillenformen erweitern Acetat-Linien

    Lunor stellt drei neue Brillenformen vor, die die Linien A6, A12 und A14 ergänzen. Die Modelle zeichnen sich durch eine Kombination aus klassischen Gestaltungselementen und moderner Linienführung aus.

  • Anfao: Ausstellung zur Geschichte der Brille in Italien

    Der italienische Verband der Hersteller optischer Produkte Anfao beteiligt sich aktiv am nationalen Tag des „Made in Italy“, indem er die Ausstellung „The Lens of Time – The History of Eyewear in Italy“ organisiert.

  • Blackfin: Tage der offenen Tür im Zentrum der Dolomiten

    Mehr als 350 Optiker sollen im Laufe des Jahres nach Agordo in die Belluneser Dolomiten kommen und ihre persönliche „Blackfin Experience“ erleben. So nennt das italienische Brillenlabel ein Programm, das Kundenbesuche am Firmensitz Black Shelter beinhaltet.