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Studie: Ernährungsmuster beeinflussen Myopie-Risiko

Mädchen hält Walnuss in die Kamera
Eine Studie deutet darauf hin, dass die Ernährung Auswirkungen auf das Myopie-Risiko bei Kindern haben könnte. Bild: Alexlucru123/Envato

Essverhalten und Kurzsichtigkeit bei Kindern untersucht

Eine chinesische Studie zeigt: Bestimmte Ernährungsmuster stehen mit dem Myopie-Risiko bei Kindern in Verbindung. Nährstoffreiche Kost senkt das Risiko, snackreiche Ernährung erhöht es. 

Die groß angelegte Untersuchung aus China analysierte Ernährungsweisen und deren möglichen Einfluss auf das Risiko für Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen. Die Daten stammen aus dem Child and Adolescent Research of Eye-Projekt, das zwischen August und Oktober 2022 durchgeführt wurde.

Die Studie kombinierte Sehschärfenmessungen ohne Korrektur und nichtzykloplegische Refraktion mit einem von Eltern ausgefüllten Ernährungsfragebogen. Mittels statistischer Verfahren wurden aus den Angaben drei unterschiedliche Ernährungsmuster abgeleitet. Erstveröffentlicht wurde die Arbeit am 19. Februar 2026 als Open-Access-Artikel im Journal of Ophthalmology

Ernährung als relevanter Myopie-Einflussfaktor

Insgesamt wurden 24.797 Datensätze ausgewertet. Ein hoher Wert im Muster aus Nüssen, Knollen- und Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten sowie aquatischen Lebensmitteln war mit einem geringeren Myopie-Risiko verbunden. Ein stark snackorientiertes Muster – darunter frittierte Speisen, Fast Food, herzhafte Snacks, zuckerhaltige Getränke, Süßwaren und verarbeitetes Fleisch – zeigte dagegen einen Zusammenhang mit einem höheren Risiko.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte Lebensmittelgruppen über Stoffwechselprozesse oder Faktoren der Augenentwicklung das Kurzsichtigkeitsrisiko beeinflussen könnten. Nährstoffreichere, weniger verarbeitete Lebensmittel standen im Zusammenhang mit geringeren Risiken; stark verarbeitete Produkte eher mit erhöhten.

Perspektiven für Präventionsstrategien

Da die Untersuchung querschnittlich angelegt ist, lassen sich laut den Forschern keine kausalen Zusammenhänge ableiten. Auch die Nutzung elterlicher Angaben kann zu Verzerrungen führen. Dennoch liefern die Ergebnisse wertvolle Hinweise für weitere Forschung. So könnten die Ergebnisse dafür sprechen, Ernährung als ergänzenden Ansatz in der Myopie-Prävention zu berücksichtigen. 

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