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Zeiss: Sparprogramm und Stellenabbau angekündigt

Zeiss Firmenzentrale in Oberkochen
Zeiss reagiert auf die schwächere Geschäftsentwicklung mit einem Sparprogramm, das auch den Abbau von Arbeitsplätzen vorsieht. Foto: Zeiss

Auch Vision Care unter Druck

Die Zeiss-Gruppe blickt auf ein gemischtes erstes Halbjahr 2025/26 zurück und reagiert mit einem umfassenden Maßnahmenpaket zur Kostensenkung. Neben moderatem Umsatzwachstum kündigt das Unternehmen auch strukturelle Anpassungen an, die einen Stellenabbau einschließen.

Der Umsatz lag bei rund 5,8 Mrd. €, ein Plus von 1%. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 955 Mio. €. Gleichzeitig verweist das Unternehmen auf ein schwieriges Marktumfeld mit geopolitischen Unsicherheiten und Währungseinflüssen.

Unterschiedliche Entwicklung der Geschäftsbereiche

Die Geschäftsentwicklung verlief in den Sparten uneinheitlich. Während der Bereich Semiconductor Manufacturing Technology weiter wuchs (+6%), zeigten die sogenannten Direct-to-Market-Sparten eine deutlich schwächere Entwicklung. Dazu zählen unter anderem Consumer Markets, zu dem auch Zeiss Vision Care gehört.

Consumer Markets verzeichnete im Berichtszeitraum ein Umsatzplus von 1%. Für die kommenden Monate erwartet Zeiss in diesen Sparten sogar rückläufige Umsätze.

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Kostensenkung rückt in den Mittelpunkt

Vor diesem Hintergrund plant das Unternehmen konzernweite Anpassungen der Kostenstruktur. Nach Jahren des starken Wachstums müssten nun Kostenstrukturen „optimiert werden“, heißt es dazu von Stefan Müller, Finanzvorstand der Gruppe. Über die kommenden drei Jahre soll ein Einsparvolumen von mehreren hundert Millionen € pro Jahr erreicht werden. Die Maßnahmen betreffen laut Zeiss sowohl die einzelnen Sparten als auch zentrale Verwaltungsbereiche und Länderorganisationen.

Andreas Pecher, Vorstandsvorsitzender der Zeiss-Gruppe
Andreas Pecher, Vorstandsvorsitzender der Zeiss-Gruppe, rechnet nicht mit schneller Erholung für die Direct-to-Market-Sparten, zu denen auch Vision Care gehört. Foto: Zeiss

In diesem Zusammenhang ist auch ein Stellenabbau vorgesehen. Konkrete Maßnahmen sollen in Abstimmung mit Arbeitnehmervertretern erarbeitet werden. „Wir handeln aus einer Position der Stärke heraus, bevor uns die Umstände zum Handeln zwingen. Als Unternehmen in Stiftungseigentum tragen wir Verantwortung für den langfristigen Erfolg von Zeiss, für diese und für nachfolgende Generationen“, kommentiert Andreas Pecher, Vorstandsvorsitzender der Zeiss-Gruppe, das Vorhaben.

Fokus verschiebt sich Richtung Halbleitergeschäft

Strategisch spielt insbesondere das Halbleitergeschäft weiterhin eine zentrale Rolle für den Konzern, da es den größten Wachstumsbeitrag liefert. Die vergleichsweise schwächere Entwicklung der anderen Sparten erhöht den Druck, Effizienzpotenziale zu heben und Strukturen anzupassen.

Pecher erklärte weiter: „Insbesondere dürfte die anhaltende Unsicherheit im Geschäftsumfeld bestehen bleiben und unsere Sparten in unterschiedlichem Ausmaß weiterhin belasten. In der Folge müssen wir uns auf einen weiteren Rückgang der Umsätze in den Direct-to-Market-Sparten einstellen und Risiken entgegenwirken.“

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