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ZVA-Obermeistertagung: Dem Fachkräftemangel begegnen

Erkenntnisreiche Obermeistertagung

Die Delegierten des Zentralverbandes der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) trafen sich am 8. Oktober im Rahmen der Sicht.Kontakte in Osnabrück erstmals seit Pandemiebeginn wieder persönlich. Bei der jährlichen Obermeistertagung und außerordentlichen Mitgliederversammlung standen die Themen Aus- und Fortbildung angesichts des Fachkräftemangels im Mittelpunkt das ZVA-Ehrenzeichen in Gold sowie der Léon-Hauck-Preis wurden ebenfalls an Persönlichkeiten verliehen, die sich um die augenoptische Ausbildung verdient gemacht haben. Gleich zu Beginn der Versammlung widmete sich ZVA-Präsident Thomas Truckenbrod der Ehrung von Monika Rasche-Vitallowitz und Dieter Großewinkelmann mit dem ZVA-Ehrenzeichen in Gold.

Monika Rasche-Vitallowitz (l.) und Thomas Truckenbrod (Bild:ZVA/Peter Magner)

Arbeitswerte in der Augenoptik und neue Betriebskonzepte

Dr.-Ing. Uwe Gründler von der REFA Consulting AG, Dortmund, berichtete über ein Gutachten zu Arbeitszeiten für Leistungen und Stundenverrechnungssätze in der augenoptischen Praxis.

Thomas Heimbach, ZVA-Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Betriebswirtschaftlichen Ausschusses, stellte die aktuellen Zahlen der Branche vor und gab einen Ausblick auf eine geplante Kantar-Studie unter anderem zum Online-Brillenhandel.

Alina Kinder, Dozentin der Höheren Fachschule für Augenoptik Köln (HFAK), stellte die Erkenntnisse zur Remote-Refraktion mittels eines Testkaufs bei Brillen.de vor.

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Alina Kinder spricht zum Publikum
Alina Kinder, Dozentin der HFAK (Bild: ZVA / Peter Magner)

Digitale Fortbildung, Master Professional und Quereinstieg in die Augenoptik

ZVA-Mitarbeiter Christoph Baum stellte die digitale Fortbildungsplattform „COE Campus“ des DOZ-Verlages vor, die Anfang Mai an den Start ging. Mit dem Ziel, die Fortbildungslandschaft zu stärken und ein breites sowie überall verfügbares E-Learning-Angebot für die Augenoptik zu schaffen, ist bereits nach kurzer Zeit ein Erfolgskonzept entstanden.

Anschließend widmete sich Rainer Hankiewicz, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses, zwei Themen der beruflichen Qualifikation: So werden Augenoptikermeister bei entsprechender Fortbildung und Prüfung zusätzlich den Titel „Master Professional“ führen dürfen und damit der Stufe DQR 7 gleichgestellt sein. Der Gesetzgeber hatte diese Möglichkeit zur Stärkung des Zweigs der beruflichen Bildung geschaffen. Eine entsprechende Fortbildung für Meister soll auf den Weg gebracht werden. Der Quereinstieg in die Augenoptik bietet hingegen branchenfremden Berufsträgern die Möglichkeit, in die Augenoptik einzusteigen.

ZVA-Präsident Thomas Truckenbrod ergänzte: „Wir können nicht nur den Fachkräftemangel beklagen, wir müssen uns auch mit möglichen Lösungen auseinandersetzen. Und Möglichkeiten, dem Mangel zu begegnen, sind vielleicht bereits vorhanden.“

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