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ZVA: Solide Entwicklung der Augenoptikbranche in 2024

Bild: Envato

Schwieriges Umfeld erhöht Herausforderungen

Von einer „passablen Stabilität“ spricht der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA), wenn es um die wirtschaftliche Entwicklung der inhabergeführten Augenoptikbetriebe im Jahr 2024 geht. Auf der Opti in München (31.1. – 2.2.2025) wurden neue Zahlen genannt.

Ein Umsatzplus von 1,8% gegenüber dem Vorjahr zeuge von einer soliden Leistung der mittelständischen Betriebe, erklärte der Verband zum Auftakt der wichtigsten Branchenmesse für den DACH-Markt. Dabei seien die Ergebnisse in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld mit geringer Konsumneigung erzielt worden. „Verglichen mit anderen Handwerksbranchen können wir durchaus zufrieden sein. Doch von Optimismus sind wir in der Branche weit entfernt“, erklärte ZVA-Präsident Christian Müller. Für die Gesamtbranche, die auch große Filialunternehmen umfasst, könne ein Umsatzplus von geschätzt 2-3% erreicht worden sein.

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Fachkräftemangel bleibt drängendes Thema für die Augenoptik

Dem ZVA wurden 2024 bundesweit 2.328 neue Ausbildungsverträge gemeldet, was einem Rückgang von gut 10% im Vergleich zu 2023 entspricht. Hierdurch erhalten zunehmend auch Bewerber mit einer geringeren schulischen Vorbildung eine Chance auf eine Ausbildung in der Augenoptik. Insgesamt sinkt die Zahl der Auszubildenden auf geschätzte 6.460 in allen drei Lehrjahren, ein Rückgang von etwa 4%. Besorgniserregend sieht der ZVA zudem die steigende Quote der vorzeitigen Vertragslösungen, die mit 35% einen Höchststand erreicht habe. Dementsprechend sei mittelbar mit einem Rückgang bei den bestandenen Gesellenprüfungen zu rechnen, was den Mangel an Fachkräften weiter verstärken dürfte.

„Trotzdem ist die Augenoptik im Vergleich zu anderen Branchen nach wie vor attraktiv: Die hohe Qualität der Ausbildung und die vielfältigen beruflichen Perspektiven machen den Beruf des Augenoptikers zu einer hervorragenden Wahl für junge Menschen“, betont Christian Müller. Um dem Mangel zu begegnen, müssten Betriebe jedoch mehr denn je in Mitarbeiterbindung und qualifizierte Fortbildung investieren.

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