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ZVA: Gesundheitshandwerke im Gematik-Beirat vertreten

von links: Eberhard Schmidt, Präsident biha (Hörakustik) und Christian Müller, Präsident ZVA, auf einer Pressekonferenz am 3. April 2025
Auf der Pressekonferenz am 3. April hatten die Präsidenten der Gesundheitshandwerke zuletzt noch einen gemeinsamen Branchenreport vorgestellt: v.l.: Eberhard Schmidt, Präsident biha (Hörakustik) und Christian Müller, Präsident ZVA. Foto: ZDH/Boris Trenkel

Für mehr Einfluss bei digitalen Entwicklungen im Gesundheitswesen

Die Gesundheitshandwerke rund um den Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) sind seit Juli mit einem festen Sitz im Beirat der Gematik vertreten. Dieser direkte Zugang zu einem zentralen Gremium der digitalen Gesundheitsversorgung soll es ermöglichen, künftig aktiv an der Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur mitzuwirken sowie spezifisches Wissen und konkrete Interessen einzubringen. Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker a.D., wird dort die Interessen der Gesundheitshandwerke vertreten. 

Die Gematik als nationale Agentur für digitale Medizin verantwortet den Ausbau und Betrieb der Telematikinfrastruktur (TI) – der digitalen Vernetzungsplattform im deutschen Gesundheitswesen. Sie entwickelt verbindliche Standards für digitale Anwendungen wie das E-Rezept oder die elektronische Patientenakte (ePA) und sorgt für einen sicheren Datenaustausch zwischen den verschiedenen Akteuren im Gesundheitssystem. Ab Juli 2027 ist zudem die verpflichtende Einführung der elektronischen Verordnung für Hilfsmittel (eVO) auch für Leistungen der Gesundheitshandwerke geplant. Aktuell erarbeiten die Gesundheitshandwerke im größten deutschen Pilotprojekt einen Gesamtprozess für die eVO der Hilfsmittelversorgung. 

Dabei werden die Prozesse stufenweise für alle Nutzer der eVO für Hilfsmittel – Ärzte, Leistungserbringer der verschiedenen Gesundheitshandwerke, Patienten und Kostenträger – optimiert. Die Schnittstellen werden transparent gestaltet und das Pilotprojekt wettbewerbsneutral an der Infrastruktur und den Schnittstellen der Gematik ausgerichtet. 

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Mit der neuen Beiratsmitgliedschaft verschaffen sich die Gesundheitshandwerke Gehör bei zentralen Fragen zur Digitalisierung und können Entwicklungen künftig mitgestalten. Ziel ist es, die Perspektive der handwerklichen Gesundheitsberufe frühzeitig in Prozesse einzubringen und praxisorientierte Lösungen mitzugestalten. Dem Beirat der Gematik gehören neben Vertretern aus Bundesministerien auch Akteure aus Wissenschaft, Industrie, Patientenvertretungen, Berufsverbänden sowie den Bereichen Datenschutz und IT-Sicherheit an. Die Gesundheitshandwerke ergänzen dieses Gremium nun um eine wichtige berufspraktische Sichtweise. 

Die Arbeitsgemeinschaft der Gesundheitshandwerke vereint den Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA), die Bundesinnung der Hörakustiker KdöR (biha), den Spitzenverband Orthopädie-Schuhtechnik (SpiOST), den Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) sowie den Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI). Deutschlandweit gibt es etwa 30.000 Betriebe der Gesundheitshandwerke, die als Arbeitgeber ca. 192.000 Menschen beschäftigen, davon rund 17.000 Lehrlinge.

Quelle: ZDH/ZVA

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