Anzeige
|

BVA: Bluthochdruck kann Augenschäden verursachen

Nahaufnahme eines weiblichen Auges mit vielen roten Äderchen als Zeichen einer Augenerkrankung
Symbolbild: Envato/Blackday

Augenärzte und Hochdruckliga warnen zum Welttag des Sehens vor Risiken für das Sehvermögen

Bluthochdruck gilt als Risikofaktor für Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenerkrankungen. Weniger bekannt ist, dass dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte auch die Augen schädigen können. Darauf weisen die Deutsche Hochdruckliga und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) anlässlich des Welttags des Sehens am 9. Oktober hin.

Die Netzhautgefäße sind besonders empfindlich. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck kann zu Gefäßverengungen, Blutungen oder Undichtigkeiten führen. Infolge einer Thrombose können sich neue, instabile Gefäße bilden, die das Risiko für Netzhautablösungen und Sehverlust erhöhen. „Bluthochdruck belastet die Gefäße dauerhaft“, erklärt Dr. Christina Kerckhoff von der Deutschen Hochdruckliga. Eine jährliche augenärztliche Kontrolle wird empfohlen.

Früherkennung und Blutdruckkontrolle sind entscheidend

Werden blutdruckbedingte Veränderungen bei einer Untersuchung festgestellt, ist eine konsequente Blutdruckregulierung notwendig. Professor Dr. Hans Hoerauf vom Berufsverband der Augenärzte betont: „Spezielle Medikamente helfen bei diesen Schäden nicht – entscheidend ist die Blutdrucksenkung.“

Anzeige
Essilor (Banner)

Bestehende Veränderungen können sich bei erfolgreicher Blutdruckeinstellung teilweise zurückbilden. Bei schweren Komplikationen wie Thrombosen sind invasive Therapien erforderlich. Gegen arterielle Verschlüsse stehen bislang keine wirksamen Behandlungen zur Verfügung, was die Bedeutung der Prävention unterstreiche.

Welttag des Sehens am 9. Oktober

Der Welttag des Sehens wird jährlich am zweiten Donnerstag im Oktober begangen. Er soll auf die Bedeutung des Sehvermögens und die Situation sehbehinderter Menschen aufmerksam machen.

Weitere Informationen bietet die Deutsche Hochdruckliga auf ihrer Website: www.hochdruckliga.de

Ähnliche Beiträge

  • Forschung: Neues genetisches Risiko bei AMD entdeckt

    Australische Forscher haben einen entscheidenden Unterschied in den genetischen Veränderungen bei Patienten mit Altersbedingter Makuladegeneration (AMD) identifiziert. Die internationale Studie weist darauf hin, dass retikuläre Pseudodrusen (RPD), eine Unterform der AMD, mit genetischen Varianten auf Chromosom 10 in Verbindung stehen.

  • Medizin: Übergewicht führt zu Augenerkrankungen wie AMD

    Ein internationales Kooperationsprojekt unter Beteiligung des Lehrstuhls für Immunologie des Auges an der Uniklinik Köln und der Medizinischen Fakultät hat den Zusammenhang von frühem Übergewicht mit späteren Augenerkrankungen wie AMD nachgewiesen.

  • Vision for the World: Neue Lichtblicke in Nepal

    Seit nunmehr 11 Jahren unterstützt der Verein „Vision for the World“ Projekte in Nepal und wird auch in diesem Jahr wieder vor Ort helfen. Das Ziel: die augenmedizinische Betreuung von bedürftigen Menschen in wirtschaftlich unterentwickelten Staaten nachhaltig zu verbessern.

  • Opti: Treffen am „Runden Tisch“

    Auf Initiative der GHM fand Anfang Juli erstmals der Opti Roundtable statt. Am Frankfurter Flughafen (F.a.M) diskutierten 40 Branchenvertreter und -vertreterinnen offen darüber, welche Wünsche und Erwartungen zukünftig an die Opti als internationale Branchenmesse gestellt werden.