Zeiss: Schwacher Jahresstart im Medizintechnikgeschäft
Regionale Entwicklungen und Belastungsfaktoren prägen erstes Quartal
Carl Zeiss Meditec ist mit einem verhaltenen ersten Quartal in das neue Geschäftsjahr gestartet. Umsatz und Ergebnis gingen zurück, belastet durch geopolitische Unsicherheiten, geringere Klinik‑Investitionen und strengere Regulierungen.
Die beiden zentralen Medizintechnik‑Bereiche Ophthalmology und Microsurgery – also Lösungen für Augenheilkunde, refraktive und Kataraktchirurgie sowie Visualisierungssysteme u.a. für Neurochirurgie, HNO und Zahnmedizin – verbuchten jeweils Rückgänge. In der Augenheilkunde wirkten vor allem ein veränderter Produktmix in Asien sowie Verschiebungen im chinesischen Markt. Microsurgery litt unter Vorzieheffekten aus dem Vorjahr.
Regional zeigte sich ein gemischtes Bild: Während Europa weitgehend stabil blieb, führten in Nord- und Südamerika ein zurückhaltendes Investitionsumfeld sowie Entwicklungen in Japan und Südkorea zu Abschwächungen. Das operative Ergebnis wurde zudem durch Währungseffekte und einen ungünstigen Produktmix beeinträchtigt.
Finanzvorstand Justus Felix Wehmer betonte die Notwendigkeit schnellerer Produktanpassungen, fokussierter F&E‑Aktivitäten und effizienterer Abläufe. Aufgrund der aktuellen Marktbedingungen setzt das Unternehmen seine bisherige Jahresprognose aus. Eine aktualisierte Einschätzung soll mit den Halbjahreszahlen im Mai folgen.
