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CooperVision: Fokus auf Silikonhydrogel in DACH

Bürogebäude „Das Auge“ in Darmstadt als Firmenstandort von CooperVision Deutschland
Von der Zentrale in Darmstadt aus steuert CooperVision die Neuausrichtung seines Kontaktlinsen-Portfolios in der DACH-Region. Der Schwerpunkt liegt künftig stärker auf Silikonhydrogel-Materialien, während klassische Hydrogel-Produkte schrittweise auslaufen. Bild: CooperVision

Schrittweiser Portfoliowechsel bei weichen Kontaktlinsen angekündigt

CooperVision richtet sein Angebot an weichen Kontaktlinsen in Deutschland, Österreich und der Schweiz neu aus. Der Kontaktlinsenhersteller konzentriert sich künftig stärker auf Silikonhydrogel-Materialien und passt sein Portfolio entsprechend an.

Die Maßnahme ist Teil einer globalen Strategie und betrifft nicht nur einzelne Märkte. Nach Angaben des Unternehmens sollen damit technologische Entwicklungen berücksichtigt werden und das Sortiment langfristig wettbewerbsfähig bleiben. Silikonhydrogel gilt in vielen Versorgungsfällen als etablierte Option, insbesondere im Hinblick auf Sauerstoffdurchlässigkeit und Tragekomfort.

Umstellung über zwei Jahre und Alternativen für den Fachhandel

Die Anpassung des Portfolios erfolgt über einen Zeitraum von zwei Jahren. In diesem Zuge werden ausgewählte Hydrogel-Produkte aus dem Sortiment genommen. Betroffen sind Monats- und Tageslinsen der Reihen Biomedics und Proclear (Proclear 1 day multifocal bei den Eintageskontaktlinsen).

Anpasslinsen dieser Marken stellte CooperVision bereits zum 30. April dieses Jahres ein. Verkaufslinsen sollen bis zum 31. Oktober 2027 auslaufen. Einzelne Produkte bleiben weiterhin verfügbar, darunter Biomedics 1 day Extra sphere sowie Proclear 1 day.

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Bild: CooperVision

Nach Angaben des Unternehmens stehen für viele der auslaufenden Produkte Alternativen im Silikonhydrogel-Segment zur Verfügung, etwa aus den Reihen Biofinity, Avaira oder clariti 1 day. Damit soll eine Umstellung in der Praxis erleichtert werden. „Wir nehmen eventuelle Sorgen einiger Augenoptikerinnen und Augenoptiker sehr ernst. Veränderungen im Portfolio betreffen unmittelbar den Arbeitsalltag und die Versorgung bestehender Kundinnen und Kunden“, sagt Andreas Sudrow, Geschäftsführer von CooperVision Dach. „Gerade deshalb war es uns wichtig, die Entscheidung transparent einzuordnen und frühzeitig zu kommunizieren.“

Silikonhydrogel gewinnt weiter an Bedeutung

Die stärkere Ausrichtung auf Silikonhydrogel begründet das Unternehmen auch mit der Marktentwicklung. In den vergangenen 25 Jahren ist die Nutzung dieses Materials deutlich gestiegen; weltweit werden entsprechende Linsen heute häufiger angepasst als klassische Hydrogel-Varianten.

Zudem verweist CooperVision auf regulatorische Anforderungen und ein gestiegenes Bewusstsein für Augengesundheit bei Kontaktlinsenträgern. Das klar strukturierte Portfolio soll nun die Beratung vereinfachen und die Produktauswahl übersichtlicher machen.

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