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GfK: Absturz des Konsumklimas im Mai gestoppt

Geringfügige verbesserte Aussichten trotz Ukraine-Krieg und Inflationssorgen

Die Verbraucherstimmung in Deutschland bricht im Mai nach dem Rekordtief im Vormonat nicht weiter ein. Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung verzeichnen moderate Gewinne, während die Anschaffungsneigung nahezu unverändert ist. So prognostiziert GfK für das Konsumklima für Juni -26,0 Punkte und damit 0,6 mehr als im Mai dieses Jahres. Dies sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Mai 2022.

„Damit verbessert sich das Konsumklima zwar geringfügig, die Konsumstimmung ist aber nach wie vor an einem absoluten Tiefpunkt,“ erklärt Rolf Bürkl, GfK-Konsumexperte. „Trotz weiterer Lockerungen coronabedingter Beschränkungen drücken der Ukraine-Krieg und vor allem die hohe Inflation schwer auf die Stimmung der Verbraucher.“

Eine nachhaltige Trendwende bei der Konsumstimmung hänge weiterhin von zwei wesentlichen Faktoren ab, so die Experten: Zum einen müsse der Konflikt in der Ukraine durch erfolgreiche Friedensverhandlungen beendet werden und zum anderen die Inflation spürbar zurückgeführt werden. Bei letzterem werde es in erster Linie von der Europäischen Zentralbank abhängen, dies durch eine angemessene Geldpolitik zu begleiten.  

Verbraucher sehen weiter Rezessionsgefahr

Nach zwei Monaten mit spürbaren Einbußen legt die Konjunkturerwartung im Mai wieder moderat zu. Mit einem Plus von 7,1 Punkten weist der Indikator aktuell -9,3 Punkte auf. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres steht allerdings ein Minus von gut 50 Punkten zu Buche.

Zwar bricht die Konjunkturerwartung im Mai nicht weiter ein, dennoch fürchten die Verbraucher immer noch eine Rezession. Lieferkettenprobleme und fehlende Halbleiter verhindern derzeit eine nachhaltige Erholung weiter Teile der deutschen Wirtschaft. Damit können auch die Lockerungen coronabedingter Beschränkungen ihre erhoffte positive Wirkung auf die Konjunktur vorerst nicht entfalten.

Anschaffungsneigung auf niedrigem Niveau nahezu unverändert

Die Konsumneigung zeigt sich gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert. Der Indikator Anschaffungsneigung verliert nur minimale 0,5 Punkt und weist aktuell -11,1 Zähler auf. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres sind das gut 21 Zähler weniger.

Als Folge schwacher Konjunktur- und Einkommensaussichten bleibt auch die Konsumneigung der Verbraucher spürbar gedämpft. Hohe Preise für Energie und Lebensmittel sorgen dafür, dass entsprechend weniger Geld für andere Anschaffungen zur Verfügung steht.

Quelle: GfK

Nach dem Rekordtief im April bricht die Verbraucherstimmung in Deutschland im Mai nicht weiter ein. Quelle: GfK
Nach dem Rekordtief im April bricht die Verbraucherstimmung in Deutschland im Mai nicht weiter ein. Quelle: GfK
Quelle: GfK
Quelle: GfK

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