Anzeige
MIDO (Banner)

GfK: Konsumklima auf Rekordtief

Gestiegene Lebenshaltungskosten sind der Grund

Nach einer kurzen Verschnaufpause im Vormonat setzt die Verbraucherstimmung in Deutschland ihre Talfahrt im Juni fort. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung müssen Einbußen hinnehmen. So prognostiziert GfK für das Konsumklima für Juli -27,4 Punkte und damit 1,2 Punkte weniger als im Juni dieses Jahres (revidiert -26,2 Punkte). Dies sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Juni 2022.

Anzeige
Retinalyze (Banner)

Damit hat das Konsumklima ein neues Allzeittief erreicht. Seit Beginn der Erhebung für Gesamtdeutschland im Jahr 1991 wurde kein niedrigerer Wert als aktuell gemessen. „Der anhaltende Krieg in der Ukraine sowie unterbrochene Lieferketten lassen vor allem die Energie- und Lebensmittelpreise explodieren und führen dazu, dass sich das Konsumklima so trüb wie noch nie zeigt“, erklärt Rolf Bürkl, GfK-Konsumexperte. „Vor allem der Anstieg der Lebenshaltungskosten von derzeit knapp acht Prozent drückt schwer auf die Stimmung der Verbraucher und schickt diese auf Talfahrt.“

Für eine nachhaltige Trendwende beim Konsumklima sei neben der Beendigung des Ukraine-Krieges vor allem entscheidend, dass die hohen Inflationsraten wieder zurückgeführt werden, so die Experten weiter. Hier sei in erster Linie die Europäische Zentralbank gefordert, dies durch eine angemessene Geldpolitik zu begleiten. Allerdings sollten diese Maßnahmen wohl abgewogen sein, um die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft durch eine zu restriktive Geldpolitik nicht in die Rezession zu schicken.

Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt sich im Juni auf einem Rekordtief.
Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt sich im Juni auf einem Rekordtief.
Die Grafik zeigt die Entwicklung des Konsumklimaindikators im Verlauf der letzten Jahre. Quelle: GfK
Die Grafik zeigt die Entwicklung des Konsumklimaindikators im Verlauf der letzten Jahre. Quelle: GfK

Ähnliche Beiträge

  • Frohe Ostern 2022

    Die FOCUS NetNews-Redaktion wünscht allen Lesern schöne Oster-Feiertage und viel Spaß bei der Eiersuche. Nach Ostern gibt es wieder News aus der Augenoptik.

  • HS Aalen: Alumni-/Weiterbildungs-Event nach Aalen verlegt

    Aufgrund eines Unwetters mit schweren Schäden im Kloster Benediktbeuern muss das Alumni-Treffen inklusive Optmetrie-Weiterbildung der „Aalen Friends of Optometry e.V.“ an die Hochschule Aalen verlegt werden. Der Termin 23./24. September 2023 bleibt unverändert bestehen.

  • ZVA: Reform der GKV-Sehhilfenversorgung gefordert

    Der ZVA fordert eine Reform der GKV-Sehhilfenversorgung: Statt Sachleistungen soll ein Festzuschussmodell eingeführt werden, um mehr Transparenz, Eigenverantwortung und Effizienz bei der Versorgung mit Brillen und Kontaktlinsen zu erreichen.

  • ZVA: Augenoptik 2023/24 in Zahlen und Fakten

    Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) hat seinen Branchenbericht 2023/2024 veröffentlicht. Er bietet der interessierten Öffentlichkeit einen umfassenden Überblick über Kennzahlen zur aktuellen wirtschaftlichen Situation der deutschen Augenoptikbranche.

  • SWAV: 87 neue Augenoptikergesellen

    Der SWAV begrüßte auf der gemeinsamen rheinland-pfälzischen Freisprechungsfeier am 16. Juli 2023 in Kirchheimbolanden neue Augenoptikergesellen. Von 96 zur Prüfung angetretenen Auszubildenden im Winter und Sommer haben 87 ihre Prüfung bestanden.

  • Handwerk: Bundesweiter Start des Nachhaltigkeitschecks 360°

    Der sogenannte „Nachhaltigkeitscheck 360°“ wird am 8. Februar deutschlandweit starten. Er soll Handwerksbetriebe an die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele heranführen und sie unterstützen, ihre Stärken und Schwächen zu ermitteln und praktisch nächste Schritte in den Blick zu nehmen.