GfK/NIM: Konsumklima mit drittem Rückgang in Folge
Sommerflaute kommt erschwerend hinzu
Die Verbraucherstimmung in Deutschland schwächt sich im August weiter ab. Die Einkommens- und Konjunkturerwartungen büßen erheblich ein, die Anschaffungs- und Sparneigung gehen leicht zurück. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse des GfK Konsumklimas powered by NIM.
Maßgeblichen Anteil an dem Rückgang hat in diesem Monat die stark gesunkene Einkommenserwartung, teilen die Analysten von NIQ/GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) in ihrer neuen Auswertung mit. Dagegen habe die Sparneigung, die nur um 0,6 Punkte auf 15,8 Zähler zurückgegangen sei, in diesem Monat nur einen marginalen Einfluss auf den Verlauf des Konsumklimas.
„Mit dem dritten Rückgang in Folge befindet sich das Konsumklima nun definitiv in der Sommerflaute,“ erklärt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. „Ein wesentlicher Grund, auch für den spürbaren Rückgang der Einkommensaussichten, dürften die zunehmenden Sorgen um den Arbeitsplatz sein“. Zuletzt ist die Zahl der registrierten Arbeitslosen angestiegen. Sie blieb im Juli noch knapp unter drei Millionen, aber Experten erwarten für August ein Überschreiten dieser Marke. Auch unter den Verbrauchern sei in diesem Monat der Beschäftigungspessimismus deutlich gestiegen: Der Indikator für die Erwartung an die Entwicklung der Zahl der Arbeitslosen habe den höchsten Wert in diesem Jahr erreicht.



