Anzeige
CooperVision (Banner)

KGS: Die größten „Seh-Märchen“

Großvater liest Kind Geschichte aus Buch vor
Die größten Märchen rund ums Sehen deckt jetzt das Kuratorium Gutes Sehen e.V. auf. Bild: Getty Images/Unsplash

Irrtümer rund ums Sehen aufgedeckt

Macht viel Lesen das Sehen schlechter? Können Kontaktlinsen hinter die Augen rutschen? Beim Thema Sehen halten sich viele Irrtümer hartnäckig. Das Kuratorium Gutes Sehen hat sich nun aufgemacht, Endverbrauchern den Wahrheitsgehalt über die größten Seh-Märchen vorzustellen.

Fake-Brillen ohne Sehstärke: Harmlos oder schädlich?

Ein Trend, der besonders in der Modewelt boomt: Brillen ohne Sehstärke. Doch wie harmlos sind diese stylischen Accessoires wirklich? Der Teufel steckt im unsichtbaren Detail: Viele dieser Brillen sind mit minderwertigen Demo-Gläsern ausgestattet, die Verzerrungen verursachen, leicht zerkratzen und die Augen belasten können.

Können Kontaktlinsen hinter das Auge rutschen?

Fast vier Millionen Kontaktlinsenträger gibt es in Deutschland. Dennoch kursiert ein Mythos, der vielen Menschen Angst macht: Kontaktlinsen können hinter das Auge rutschen. Stimmt das? Die beruhigende Antwort: Das ist anatomisch unmöglich. Eine feine Membran, die Bindehaut, ist fest mit dem Augenlid verbunden und verhindert das.

Mehr als 100 Prozent Sehkraft: Ein übermenschlicher Mythos?

Die Vorstellung, jemand könnte übermenschliche Sehkraft besitzen, ist verlockend, aber irreführend. Tatsächlich beziehen sich die oft genannten „100% Sehkraft“ auf einen Durchschnittswert. Manche Menschen weisen jedoch eine Sehschärfe von bis zu 200 Prozent auf. Dieser außergewöhnlich hohe Wert tritt häufig bei jungen Leuten mit gesunden Augen auf.

Kann eine Brille zu stark sein?

Tatsächlich ist es den Augen ziemlich egal, durch welche Gläser sie schauen. Sie nehmen das Ganze gelassen. Wichtiger ist, dass die Gläser und Brillenfassung so gut angepasst sind, dass alles gestochen scharf bleibt und man beschwerdefrei durch den Tag kommt.

Macht viel Lesen die Augen schlecht?

Hier gilt Entwarnung: Häufiges Daddeln oder Schmökern schadet nicht. Doch Vorsicht, wer stundenlang mit dem Kopf in Büchern oder vor Bildschirmen steckt, riskiert eine sogenannte „Bildschirm-Müdigkeit“. Was hilft? Alle 20 Minuten die Augen für 20 Sekunden in die Ferne schweifen lassen, kurze Pausen alle ein bis zwei Stunden planen, frische Luft, regelmäßiges Blinzeln und Augentropfen. Bei Kindern sieht die Sache etwas anders aus: Studien zeigen, dass intensives Nahsehen, wie viel Lesen oder langes Arbeiten am Bildschirm, das Risiko für Kurzsichtigkeit erhöhen kann. Besonders dann, wenn Kinder wenig Zeit im Freien verbringen. Deshalb sollten sie alle 30 Minuten eine zehnminütige Pause einlegen und mindestens zwei Stunden am Tag draußen sein. Die freie Bildschirmzeit für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren sollte auf 30 Minuten pro Tag begrenzt werden. Für Kinder bis zwölf Jahre wird eine Stunde empfohlen, während bei älteren Kindern maximal zwei Stunden täglich angemessen sind.

Warum sehen wir unsere eigene Nase nicht?

Eine Frage, die viele Kinder stellen und auch Erwachsene oft überrascht. Die Nase ist doch ständig in unserem Gesichtsfeld? Die Antwort liegt im Gehirn: Es blendet die Nase einfach aus, weil sie keine relevanten Informationen liefert. Diese Fähigkeit, unwichtige Informationen zu ignorieren, hilft uns, uns besser auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ein faszinierendes Beispiel dafür, wie effizient unsere Wahrnehmung funktioniert.

Quelle: KGS e.V.

Ähnliche Beiträge

  • In eigener Sache: DGII-Medienpreis für Verlags-Mitarbeiterin

    Katica Djaković, Chefredakteurin der Eyepress Fachmedien-Publikation AUGENSPIEGEL, wurde mit dem Medienpreis der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII) ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand Mitte Februar auf dem 38. DGII-Kongress in Frankfurt am Main statt.

  • KGS: Frühling macht Sehdefizite deutlicher

    Mit zunehmendem Tageslicht treten Sehprobleme bei vielen Menschen stärker zutage. Das Kuratorium Gutes Sehen (KGS) weist darauf hin, dass solche Veränderungen der Sehleistung im Alltag häufig übersehen werden und der Frühling ein geeigneter Zeitpunkt für einen Sehtest ist.

  • EssilorLuxottica: Spielerischer Seh-Check im SOS-Kinderdorf

    Als Partner des SOS-Kinderdorf e.V. sensibilisiert die EssilorLuxottica-Gruppe mit spielerischen Seh-Olympiaden und Screenings seit 2019 Kinder, Eltern und Betreuer für die Wichtigkeit von gutem Sehen. Die jüngste Aktion fand am 8. November im Familienzentrum des SOS-Kinderdorf e.V. in Frankfurt Sossenheim statt.

  • Frohe Weihnachten und guten Rutsch in 2023

    Die FOCUS NetNews-Redaktion wünscht allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Nach einer kleinen Pause kehren wir ab dem 4. Januar 2023 wieder mit Neuigkeiten aus der Branche zurück.

  • Mister Spex: Christopher Douglas wird Chief Restructuring Officer

    Nach dem kürzlich angekündigten Restrukturierungsprogramm „SpexFocus“ hat Mister Spex Christopher Douglas zum Chief Restructuring Officer ernannt. Er soll in der neu geschaffenen Position eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der groß angelegten Initiative einnehmen, die darauf abzielt, die Rentabilität des Unternehmens zu verbessern.