Anzeige

Pro Retina: Kampagne „Seheingeschränkt im Krankenhaus“

Sehbehinderte Frau im Krankenhaus
Bild: Ave Calvar/Unsplash

Hessen realisiert das Projekt als erstes Bundesland

Ein Krankenhausaufenthalt stellt Menschen mit Seheinschränkung vor besondere Herausforderungen – oftmals erleichtern schon kleine verbale Hilfen die Orientierung. Mit der Kampagne „Seheingeschränkt im Krankenhaus“ informiert und sensibilisiert Pro Retina aktuell das Personal in hessischen Krankenhäusern.

In Hessen ist die Idee als erstes auf fruchtbaren Boden gefallen. Gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, der Hessischen Krankenhausgesellschaft und den Hessischen Patientensicherheitsbeauftragten transportiert die Selbsthilfeorganisation jetzt die wichtigsten Empfehlungen mit Infomaterial und Schulungen in die Krankenhäuser des Landes.

Schulungsmaterial mit leicht umsetzbaren Empfehlungen

Wer hat das Zimmer betreten? Was passiert bei der Untersuchung? Wo liegen die Tabletten? „Indem die Mitarbeitenden mit dem Patienten sprechen, können sie ihm helfen, sich zurechtzufinden“, erklärt Heike Ferber, Arbeitskreisleiterin und Beraterin bei Pro Retina. Diese leicht umsetzbaren Empfehlungen sind in einem Flyer zusammengefasst, der in den hessischen Kliniken verteilt wird. Zusätzlich führt Pro Retina Schulungen durch, um das Klinikpersonal für die Bedürfnisse von seheingeschränkten Menschen zu sensibilisieren.

Kampagne zur Professionalisierung der Pflege und Versorgung läuft seit 2023

2023 hat Pro Retina die Kampagne „Seheingeschränkt im Krankenhaus“ gestartet, um die Pflege von sehbeeinträchtigten und blinden Menschen zu professionalisieren. „Den Verantwortlichen in Hessen ist es zu verdanken, dass jetzt im ersten Bundesland seheingeschränkte und blinde Patienten in den Krankenhäusern wertvolle Unterstützung erhalten“, freut sich Dario Madani, Geschäftsführer von Pro Retina und Initiator der Kampagne, und appelliert: „Das Vorbild von Hessen sollte in ganz Deutschland Nachahmer finden. Wir wünschen uns, dass überall das Krankenhauspersonal sicher ist bei der Pflege und Versorgung von Menschen mit Seheinschränkung und den Betroffenen hilft, den Krankenhausaufenthalt gut zu bewältigen.“

Ähnliche Beiträge

  • Zeiss: FDA-Zulassung für monofokale Intraokularlinse

    Zeiss meldet die Zulassung einer asphärischen Intraokularlinse durch die Food and Drug Administration (FDA) in den USA. Hiervon verspricht sich die Medizintechnik-Sparte des Unternehmens optimierte Visusergebnisse bei Kataraktpatienten.

  • Fielmann Akademie: Update zu Glaukom

    Glaukome, auch als grüner Star bekannt, zählen zu den Hauptursachen für Sehbehinderungen bei Erwachsenen. Unbehandelt führen sie zu irreversiblen Schäden am Sehnerv, oft ohne frühzeitige Symptome. Eine Weiterbildungsveranstaltung der Fielmann Akademie nimmt sich nun dem Thema an.

  • Apollo: Engagement auf dem Dock in Hamburg

    Bereits zum sechsten Mal fand Ende August in Hamburg das „Dock“ statt, eine zweitätige Veranstaltung für Bedürftige, wohnungslose und notleidende Menschen. Auch der Optiker Apollo war dabei, um die Teilnehmer vor Ort mit Brillen und Sonnenbrillen zu versorgen.

  • VDCO: Angehende Optometristen im Austausch

    Auf der OptoMEETry 5.0, dem Nachwuchsevent der VDCO Young, an der TH Brandenburg kamen am 23. und 24. Mai mehr als 30 Studierende zusammen, um sich mit Fachleuten aus Praxis, Industrie und Forschung zu vernetzen und gemeinsam die Zukunft der Optometrie zu gestalten.

  • DBSV: Kampagne für mehr Sicherheit an Straßenkreuzungen

    Sehbehinderte und blinde Menschen sind an vielen Kreuzungen großen Risiken ausgesetzt. Darauf weist der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) anlässlich des heutigen Sehbehindertentages hin, der jährlich um den 6. Juni herum zu einem bestimmten Thema stattfindet.

  • Mirantus: Screening-Plattform plant DACH-Ausbau

    Das Berliner Unternehmen Mirantus will seine Softwarelösung für Screenings in Augenoptikergeschäften deutlich ausbauen. Die Plattform wird derzeit an über 200 Standorten in Deutschland genutzt, bis 2027 sollen mehr als 1.000 weitere in Deutschland, Österreich und der Schweiz dazukommen. Investoren stellen dafür 5,5 Mio. € bereit.