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Silmo Paris 2023: Der Countdown läuft

Bild: Frank Sonnenberg

Generationen, vereint euch!

Als etablierter Branchentreffpunkt für den internationalen Handel und als Plattform zur Information sowie zum Austausch über die Zukunft der Optikbranche ist die Silmo Paris 2023 ohne Frage einer der Höhepunkte des europäischen Messejahres. Die nächste Ausgabe mit Pariser Chic geht Ende September über die Bühne – mit neuer Anordnung der Messehallen, interessantem Rahmenprogramm und Neuheiten wie dem generationenübergreifenden Claim.

Das Motto der Messe, die vom 29. September bis ­2. Oktober (Paris Messe Nord Villepinte, Halle 6 und 7) stattfindet, heißt „Generation Silmo“ und soll laut den Veranstaltern für alle Fachleute – jeden Alters und aus allen Bereichen – stehen, die sich jeden Tag mit Leidenschaft für die Branche, das Handwerk und auch die damit verbundene Ästhetik einsetzen.

Trends, Bildung und sportliche Awards

„Seit ihrer Gründung hat sich Silmo Paris verpflichtet, die Fachleute bei der Erfindung der Zukunft der Optik- und Brillenbranche mit Aktionen zu begleiten, die das Potenzial der Branche steigern“, erklärt Amélie Morel, Vorsitzende der Messe. Mit einer geänderten Anordnung in den Hallen 6 und 7 wird dieses Mal der Rundgang über die Messe neugestaltet, um die fast 1.000 Aussteller und das Rahmenprogramm in Szene zu setzen.

Der interdisziplinäre Diskussionsraum Silmo Next ist dabei der Zukunftsforschung gewidmet und bietet wie immer eine Zurschaustellung der neusten technologischen Innovationen aus der Branche. Wer einmal die Messe besucht hat und an Innovationen aus dem Sektor interessiert ist, weiß, dass an dieser Sonderausstellung kein Weg vorbeiführen sollte. Dasselbe gilt auch für das Trends Forum. Hier werden die aktuellen Eyewear-Trends üblicherweise recht klar und strukturiert dargestellt.

Nach dem Start auf der Silmo Paris 2022 ist auch der Wettbewerb für optisches Design dieses Jahr zurück, der sich an Designstudenten aus der ganzen Welt richtet. Neun Nachwuchsdesigner (siehe Kasten) haben diesmal die Chance, mit ihren Werken Aufmerksamkeit und eine Finanzspritze im Wert von 10.000 € zu erhalten, die zu gleichen Teilen an die Schule und den Gewinner vergeben wird. Der Schwerpunkt dieses Jahr: Sportoptik! Ein Bereich, der nicht zuletzt auch wegen der Corona-Pandemie mit gestiegenen Outdoor-Aktivitäten noch mehr an Fahrt gewonnen hat. 

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Glamouröse Auszeichnung

Sportoptik lautet diesmal der Schwerpunkt des Wettbewerbs für Nachwuchsdesigner. (Bild: Silmo Paris)

Als feste Programmgröße findet die 30. Ausgabe der Silmo d‘Or Awards zur Anerkennung von Innovation und Kreativität in der Optikbranche statt. Seit ihrer Einführung im Jahr 1994 erfreut sich die Auszeichnung großer Beliebtheit, schließlich dient sie auch öfters als Sprungbrett für junge Unternehmer mit kreativen, funktionalen Ideen. Den Vorsitz der Jury übernimmt in diesem Jahr der Designer Nicolas Fafiotte.

„Von der Leistungsplanung zum Erfolg: Die Elite der Augenheilkunde“ lautet das Motto der diesjährigen Silmo Academy. Die Formulierung ist eine Anspielung auf die Rugby-Weltmeisterschaft, die zeitgleich mit der Silmo 2024 und den kommenden Olympischen Spielen in Paris stattfinden wird. An zwei Tagen – dem Messesamstag und -sonntag – wird sich die 12. Ausgabe dieser wissenschaftlichen Konferenz mit der Frage befassen, wie man die Leistung optimieren und den Erfolg garantieren kann, und zwar aus zwei Blickwinkeln: der Leistung des Augenoptikers und der Leistung des Sehvermögens des Kunden. Nach den Erfahrungen vergangener Academys ist auch diesmal wieder von den neuesten Informationen, Forschungen und Berichten führender internationaler Referenten auszugehen. Die Fachvorträge finden auf Französisch und Englisch statt.

Der Preis für den Optiker des Jahres wird erneut in Zusammenarbeit mit der International Opticians Association (IOA) verliehen. Die fünf Finalisten Jean-François Porte aus Frankreich, Phernell Walker und Carrie Wilson aus den Vereinigten Staaten, Angela Mitchell aus Neuseeland und Vitor Manuel Simoes ­Martins aus Portugal können sich Hoffnung auf den Sieg machen.

Die 9 Nominierten für den Optical Design Contest 2023

INFRAVISION
„Das Unsichtbare sichtbar machen, die Erkundung im Freien neu definieren“
Romain Globeaux – LISAA

SIDEPARK
„Klettern mit Vertrauen“
Émilie Chague & Adrien Galois – École de design Nantes

SYLANS EYEWEAR
„Die Gletscherbrille neu interpretiert“
Juliette Favre & Adrien Nabot – Lycée Léonard de Vinci

VISION
„Verbesserung des Komforts von Volleyballspielern“
Clément Kimpe – ESDAC

SPORTVISOR
„GlassesXstreme, eine neue Perspektive für den Sport“
Tadj Belakhdar – ESDAC

ECHO GLASS
„Erleichterung des Sports für Gehörlose und Schwerhörige“
Éléa Michel & Jonathan Smith – ENSAAMA

TRIBI
„Multifunktionsbrillen für Triathlon- und Biathlonsportler“
Hugo Plessis – ESDAC

VIEWAVE
„Sich im Schwimmbad zurechtfinden, ohne sein Augenlicht zu benutzen“
Orane Reynard & Florian Pillard – ENSAAMA

RAYZOR
„Augmented-Reality-Brille für Fußballspieler“
Adi Abramov – Shenkar College

Alle genannten Projekte sind im Designwettbewerb-Bereich zu entdecken. Der Gewinner wurde von der Jury unter dem Vorsitz der Bühnenbildnerin und Designerin Marie-Christine Dorner bereits ausgewählt und wird am 29. September live vor Ort bekanntgegeben.

Wider dem Stillstand – es lebe der Fortschritt

Die Organisatoren von Silmo wissen, dass Stillstand auf einer Fachmesse nichts zu suchen hat – schon gar nicht auf dem Forum einer technikaffinen Branche wie der Augenoptik. Auch aus diesem Grund sind wir wieder gespannt, wie sich das Puzzle aus Ausstellung, Information und Entertainment in diesem Jahr in Paris zusammenfügt. 

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