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Smarte Brillen: New York verbannt sie aus Gerichten

Gerichtshammer neben Brille und US-Flagge
New York untersagt Smart Glasses in Gerichten und folgt damit früheren US-Beispielen, u.a. aus Philadelphia. Symbolbild: FabrikaPhoto/Envato

Regelung betrifft auch Wearables mit Sehstärke

Ab dem 20. Juli dürfen Personen mit Smarten Brillen („Wearables“) Gerichtsgebäude im Bundesstaat New York nur noch betreten, wenn sie die Geräte vorab bei den Sicherheitskräften zur Aufbewahrung abgeben. Die neue Vorgabe gilt für alle Besucher und Mitarbeiter der Gerichte und umfasst auch Korrektionsbrillen mit integrierter Kamera- oder Aufnahmefunktion.

Nach Angaben der New Yorker Gerichtsverwaltung müssen entsprechende Geräte künftig vor dem Betreten eines Gerichtsgebäudes bei den Sicherheitskräften hinterlegt werden. Wie US-Medien übereinstimmend berichten, gilt die Regelung für alle Personen in den Einrichtungen der Justiz, darunter Anwälte, Zeugen, Prozessbeteiligte, Besucher und Mitarbeiter. Erfasst werden soll auch Smart Eyewear mit individueller Sehstärke.

Auswirkungen auch für Brillenträger

Die Regelung definiert Smarte Brillen als Brillen oder Kopfbedeckungen mit Kamera, Mikrofon, Computer oder vergleichbarer Technik zur Aufnahme von Bild- oder Tonmaterial. Ausnahmen für verglaste Modelle mit Sehstärke sind nicht vorgesehen. Betroffene Nutzer benötigen daher gegebenenfalls eine zusätzliche Brille für den Besuch eines Gerichtsgebäudes.

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Ähnliche Einschränkungen wurden bereits in einzelnen US-Gerichten eingeführt. So untersagten Gerichte in Philadelphia entsprechende Geräte Anfang des Jahres. Auch das Bundesgericht in Wisconsin führt Smarte Brillen seit 2025 auf seiner Liste verbotener Gegenstände.

Signalwirkung über New York hinaus

Beobachter sehen in der neuen Regelung eine mögliche Orientierung für weitere Gerichte und öffentliche Einrichtungen in den USA. Gleichzeitig werden praktische Fragen diskutiert, da zahlreiche Berufsgruppen, darunter Anwälte, Medienvertreter und Dienstleister, regelmäßig Wearables nutzen.

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