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ZVA: „Fachkräftebedarf in der Augenoptik im Fokus“

Ausschnitt aus dem Cover des ZVA-Berufsbildungsbericht 2025
Ausschnitt aus dem Cover des neuen ZVA-Berufsbildungsbericht 2025. Bild: ZVA

Berufsbildungsbericht 2025 liefert Zahlen zur Aus- und Fortbildung 

Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) hat seinen aktuellen Berufsbildungsbericht veröffentlicht. Die Auswertung der zentralen Kennzahlen zur Aus- und Fortbildung mache demnach deutlich: „Die Branche steht vor enormen Herausforderungen, aber auch vor großen Chancen.“

Im Zentrum der Analyse ist der steigende Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs, der sich laut ZVA trotz rückläufiger Ausbildungszahlen und zunehmender Vertragslösungen nicht als bloßer Fachkräftemangel verstehen sollte. 

Perspektivwechsel erforderlich: „Bedarf statt Mangel“

„Statt von Fachkräftemangel sollten wir von Fachkräftebedarf sprechen – und damit die Tür öffnen für eine positive und optimistischere Perspektive“, schreibt Rainer Hankiewicz, Vorsitzender des ZVA-Berufsbildungsausschusses, im Vorwort des Berichts. „Denn: Wir brauchen junge Menschen nicht nur dringend, sondern wir haben ihnen auch etwas zu bieten.“ 

Grafik aus dem neuen ZVA-Berufsbildungsbericht 2025 zu Wege in die Ausbildung in der Augenoptik: Befragung unter Auszubildenden
Grafik: ZVA-Berufsbildungsbericht 2025

Tatsächlich ist die Zahl der Auszubildenden seit dem Allzeithoch im Jahr 2020 um rund 15% gesunken. Rund ein Viertel aller angebotenen Ausbildungsplätze blieb zuletzt unbesetzt. Als Gründe nennt der Bericht unter anderem den demografischen Wandel, gestiegene schulische Anforderungen und die zunehmende Konkurrenz durch akademische Bildungswege. Gleichzeitig wird aber auch deutlich: Wer gezielt Praktika anbietet, das eigene Umfeld informiert und moderne Kommunikationswege nutzt, hat gute Chancen, motivierte Nachwuchskräfte zu gewinnen. 

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Den Nachwuchs abholen und begleiten 

Ein besonderes Augenmerk richtet sich unter anderem auch auf die Ausbildungsqualität: Ein Drittel aller Ausbildungsverträge wird vorzeitig beendet. Eine enge Begleitung durch feste Ansprechpartner, realistische Einblicke in den Beruf und eine zeitgemäße Ausbildungskultur sind hier entscheidend. Dazu betont Rainer Hankiewicz: „Eine gute Ausbildung beginnt damit, junge Menschen dort abzuholen, wo sie stehen – nicht dort, wo wir sie gerne hätten“. 

Der Bericht zeige aber auch: Die beruflichen Entwicklungschancen in der Augenoptik seien hervorragend – vom Meistertitel über den Bachelor Professional bis hin zum Optometristen. Digitale Fortbildungsformate machen das Lernen flexibel und zukunftssicher. So sei die Augenoptik nicht nur ein systemrelevanter Gesundheitsberuf, sondern auch ein attraktives Berufsfeld mit Perspektive für junge Menschen. 

Der vollständige Berufsbildungsbericht 2025 steht auf der Website des ZVA unter www.zva.de/der-beruf/ zur Verfügung.

Quelle: ZVA

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