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ZVA: Nachruf auf ehemaligen Vizepräsidenten Dietrich Hamann

Schwarz-Weiß-Foto von Dietrich Hamann, ehemaliger Vize-Verbandspräsident des ZVA, im Nachruf
Dietrich Hamann verstarb am 29. Mai im Alter von 81 Jahren. Foto: MDAV

„Engagierter Querkopf mit Herz für die Augenoptik“

Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) trauert um Dietrich Hamann. Der ehemalige Vize-Verbandspräsident verstarb am 29. Mai im Alter von 81 Jahren.

„Mit ihm verliert das Augenoptikerhandwerk eine prägende Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg mit Leidenschaft, Weitsicht und unbeirrbarem Engagement für den Berufsstand eingetreten ist“, schreibt der ZVA in einem Nachruf.

Geboren am 20. Februar 1944 in Chemnitz, war Dietrich Hamann tief verwurzelt in seiner Heimat Sachsen. Sein Hauptbetrieb befand sich in Stollberg/Erzgebirge, wo er als innovativer Unternehmer Filialen gründete und sein Unternehmen stets weiterentwickelte. Unterstützt wurde er dabei von seiner Familie – insbesondere von seiner Tochter, die ebenfalls in der Augenoptik tätig ist.

Hamanns ehrenamtliches Wirken begann bereits in der ehemaligen DDR, wo er im Vorstand des Zentralen Berufsverbandes (ZBVA) aktiv war. Nach der Wiedervereinigung brachte er seine Erfahrungen und Überzeugungen mit großer Energie in den gesamtdeutschen Verband ein. 1991 wurde er in Kassel zum ZVA-Vizepräsidenten gewählt – ein Amt, das er mit Begeisterung und Ausdauer bis 2002 ausübte. In seiner Abschiedsrede im Rahmen der ZVA-Mitgliederversammlung in Dresden sagte er rückblickend: „Ich habe dieses Amt sehr gern ausgefüllt und das bis heute.“ Besonders hob er die freundschaftliche Aufnahme und „fast ausnahmslos fantastische“ Hilfe und Kollegialität hervor, die ihm und seinen ostdeutschen Kollegen im Verband entgegengebracht wurde.

Vermittler von Denkanstößen

Dietrich Hamann galt als anerkannter Querkopf – eine Bezeichnung, die er selbst gern verwendete. Seine Querköpfigkeit habe, so sagte er, „sicher auch den einen oder anderen Denkanstoß bewirkt“. Gerade seine unnachgiebige Art, bürokratische Hemmnisse zu kritisieren und pragmatische Lösungen einzufordern, machte ihn zu einer wichtigen Stimme im ZVA.

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Er engagierte sich mit Nachdruck für zentrale berufspolitische Themen wie die Stärkung der Berufsabschlüsse und Qualifikationen, die Einbindung der Krankenkassen, das Selbstverständnis gegenüber Ärzten sowie die Selbstdarstellung der Augenoptik gegenüber den Verbrauchern – Themen, die damals wie heute aktuell waren und sind.

In seiner Laudatio zur Verleihung des ZVA-Ehrenzeichens in Gold im Jahr 2002 hob der damalige ZVA-Präsident Thomas Nosch Hamanns besondere Verdienste bei der Eingliederung ostdeutscher Berufsverbände und seine herausragende Rolle in der Handwerkspolitik hervor. So engagierte sich Hamann unter anderem als Präsident des Gesamtverbandes des Sächsischen Handwerks und als Vizepräsident des Sächsischen Handwerkstages. Auch neben seiner berufspolitischen Arbeit war Dietrich Hamann mit großem persönlichem Einsatz für seine Region aktiv.

Stärken des Berufs ausspielen

Seine Zeit im ZVA-Präsidium bezeichnete er selbst als „überwiegend schön und spannend“, auch wenn nicht immer alle im Verband einer Meinung waren. Für ihn gehörten Kritikäußerung und Diskussion zum demokratischen Verständnis unabdingbar dazu. Mit Blick auf die Zukunft des Berufsstandes äußerte er in Dresden auch kritische Gedanken: „Ich habe leider den Eindruck gewonnen, dass der Berufsstand viel zu wenig Mut hat, seine eigenen Stärken auszuspielen. Lasst uns mutiger sein, jetzt.“

Der ZVA würdigt Dietrich Hamann als leidenschaftlichen Gestalter, unermüdlichen Fürsprecher des Handwerks und inspirierenden Mitstreiter: „Sein Wirken wird unvergessen bleiben. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie sowie allen, die ihm nahestanden.“

Quelle: ZVA

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