Anzeige
|

Ladenumbau mit wohnlichem Ambiente

Bilder: Heikaus

Nach einer umfassenden Fassaden- und Schaufenstersanierung wünschte sich der Augenoptiker „Die Brille VS“ ein ebenso neues und anziehendes Flair für den Innenraum des Geschäfts. Die Aufgabenstellung lautete, Räume zum Verweilen und für den Einkauf mit Wohlfühlcharakter zu schaffen. Dazu mit optimal genutzten Bereichen zur Beratung und Untersuchung. Ein wichtiges Detail für den ausführenden Ladenbauer: Die verhältnismäßig kurze Umbauzeit mit möglichst baldiger Wiedereröffnung war ein wichtiges Ziel des Projekts.

Naturgemäß leicht in die Jahre gekommen – nach der letzten Umbaumaßnahme im Jahr 2006 – sollte das Wohlfühlpotenzial von „Die Brille VS“, einem Augenoptikfachgeschäft in Villingen-Schwenningen im Süden Baden-Württembergs, wieder neu entfacht werden. Der Inhaber und sein Team wünschten sich zur Wiedereröffnung, die schon nach einer sehr kurzen Umbauzeit von nur drei Wochen angedacht war, ein komplett neues Ambiente für die Räumlichkeiten. Gesagt, getan. Die bisherige Inneneinrichtung wurde dafür größtenteils demontiert, um somit auch das gesamte Farb- und Materialkonzept neu konzipieren zu können. Mit einem individuellen Lichtkonzept, einer Neugestaltung der Nebenräume und dem Austausch des Bodenbelags konnten die Kundenanforderungen realisiert werden.

FOCUS sprach mit Detlef Becker, Dipl.Ing. Architekt und Geschäftsführer von Heikaus, über das Umbauprojekt und die Herausforderungen, die es auch aufgrund des engen Zeitplans für den erfahrenen Innenausbau-Experten bereithielt.

FOCUS: Was sind die besonderen Anforderungen bei der Umgestaltung eines Augenoptikgeschäfts im Vergleich zu einer anderen Branche?

Becker: An dem Umbau an sich gibt es nichts Besonderes und der unterscheidet sich wohl nicht von jedem anderen Umbauprojekt im Retail-Bereich. Allerdings gibt es bei der Planung natürlich schon Besonderheiten, die zu beachten sind. Neben einem gewissen Fachwissen (z.B. Planung eines Refraktionsraums) gibt es auch grundsätzliche Themen wie die gute Ausleuchtung bei der Präsentation der Brillen – zum einen bei den Sonnenbrillen, zum anderen bei den optischen Fassungen. Während eine Hinterleuchtung bei den Sonnenbrillen einen sehr guten Effekt erzielt, würde das bei den Korrektionsfassungen zu einer Überblendung führen und eher das Gegenteil bewirken. Hier muss fokussiert von oben und von vorne die Ware angestrahlt werden. Oder wenn Sie an die Gestaltung der Schaufenster denken bzw. die grundsätzliche Außenwirkung. Im Gegensatz zur Mode gibt es beim Optiker doch nur sehr kleine Objekte, mit denen man versuchen muss eine (Außen-)Wirkung zu erzielen.

FOCUS: Sie hatten bei dem Innenumbau für „Die Brille VS“ drei Wochen Zeit. Wie lange dauert es sonst bei Projekten ähnlicher Größenordnung?

Anzeige
Essilor (Banner)

Becker: Wenn Sie überlegen, dass mal schnell 6 bis 7 Gewerke eine solche Fläche durchlaufen und dann noch Trocknungszeiten berücksichtigt werden müssen, wird glaube ich schnell klar, wie fix drei Wochen um sind bzw. wie gut hier die Gewerke ineinandergegriffen haben. Bei einer solchen Größe sind bei anderen Projekten eine Umbauzeit von 5-6 Wochen keine Seltenheit.

FOCUS: Sie waren jetzt schon das zweite Mal für die Familie Hauser im Einsatz. Wie verlief die erste Zusammenarbeit?

Becker: Der erste Umbau bzw. Planung, die wir machen durften, fand vor rund 17 Jahren statt. Damals plante Lothar Hauser, der Vater des jetzigen Inhabers, mit uns das Geschäft, das bis zum letzten Tag auch noch sehr gut dastand. Auch damals entstand nach einem Komplettumbau eine sehr beeindruckende Verkaufsfläche. Mit der Übernahme durch den Sohn Stefan Hauser wollte dieser natürlich auch den neuen Esprit auf die Verkaufsfläche übertragen und Senior und Junior baten uns erneut um unsere Mithilfe. Einen Augenoptiker über Generationen hinweg betreuen zu dürfen, ist schon eine tolle Sache, über die wir uns sehr freuen.

FOCUS: Vielen Dank für das Gespräch, Herr Becker.

Ähnliche Beiträge

  • Brillen-Werk

    Jemand, der die hohe Kunst der individuellen Fassungsherstellung beherrscht, ist Markus Zimmermann. Er betreibt in idyllischer Nähe zur Eifel ein Augenoptikgeschäft samt Brillenmanufaktur. Was es heißt, individuelle Kundenwünsche zu erfüllen und seiner Liebe zur Kreativität nachzugehen, erfahren Sie hier.

  • Optometrische Dienstleistungen

    Per Definition handelt es sich bei einer Dienstleistung um ein immaterielles Wirtschaftsgut, welches auf dem Markt angeboten wird und von Kunden nachgefragt werden kann. Uns Augenoptikern bieten sich viele Möglichkeiten, optometrische Dienstleistungen anzubieten und durchzuführen. In einer Zeit, in der Augenärzte in manchen Regionen Mangelware sind, ist die Nachfrage eigentlich eine sichere Sache. Trotzdem ist es bei Weitem nicht üblich, sich die Leistungen rund um eine Brille oder Kontaktlinse vergüten zu lassen. Warum ist das so?

  • Weiter gute Preise für Augenoptik-Geschäfte möglich

    Die Kaufpreise für augenoptische Fachgeschäfte sind weiterhin auf gutem bis sehr gutem Niveau. Ein steigendes Angebot trifft dabei auf eine stabile, in Teilsegmenten aber auch sinkende Nachfrage. Die Experten der AOS Unternehmensberatung geben auf Basis ihrer jährlichen Analyse einen umfassenden Ausblick.

  • ZVA: „PQ-Anforderungen an Betriebe deutlich verringert“

    Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) begrüßt in einer Pressemitteilung die „deutliche Verringerung der allgemeinen Anforderungen an Betriebe für die Präqualifizierung (PQ)“. Von Entbürokratisierung und Entlastung durch den GKV-Spitzenverband ist die Rede.

  • Erfolgreiche Diebstahlvorbeugung im Fachgeschäft

    Nicht jeder Kunde kommt als Dieb, aber jeder Dieb kommt als Kunde Die angezeigten Ladendiebstähle beliefen sich im letzten Jahr auf 426.000 angezeigte Fälle. Dazu kommen noch ca. 100.000 Diebstähle aus Nebenräumen. Ein Plus von 35% und der höchste Stand seit 2006. Diese Daten sind sicher nur die „Spitze des Eisbergs“. Hierbei muss mit einer…