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CBM: Wasserknappheit erhöht Risiko für Blindheit

Frau in Afrika wäscht sich die Augen mit Wasser
In einigen Regionen Afrikas fehlt es an sauberem Wasser für Trink- und Hygienezwecke – ein Umfeld, in dem Infektionskrankheiten wie Trachom besonders häufig auftreten und unbehandelt zur Erblindung führen können. Foto: CBM

Warum fehlende Hygiene in vielen Regionen zu Augenkrankheiten führt

In zahlreichen Gebieten weltweit verschärft sich die Wasserknappheit, was Folgen für Gesundheit und Hygiene hat. Darauf weist die Christoffel-Blindenmission (CBM) anlässlich des Weltwassertags am 22. März hin und betont den Zusammenhang zwischen mangelndem Wasserzugang und der Ausbreitung des Augenleidens Trachom.

Die zunehmende Trockenheit betrifft vor allem Regionen in Afrika, in denen Wasser sowohl zum Trinken als auch zur täglichen Reinigung fehlt. Erkrankungen wie Trachom treten dort häufiger auf. Die Infektion, die bis ins 20. Jahrhundert auch in Europa verbreitet war, kann unbehandelt zur Erblindung führen.

Betroffene ohne Wasser häufig stärker von Trachom gefährdet

Die CBM berichtet von einem Beispiel aus Äthiopien: Ein 40-jähriger Bewohner schildert anhaltende Beschwerden wie Juckreiz, tränende Augen und Schmerzen. Wiederkehrende Entzündungen hatten bei ihm zu Vernarbungen am Lid geführt, wodurch Wimpern nach innen wuchsen und die Hornhaut verletzten. Der Betroffene beschrieb, er habe sich zeitweise selbst Wimpern entfernt, um die Reizung zu lindern.

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Eine ausgebildete Gesundheitshelferin aus der Nachbarschaft erkannte die Symptome als bakterielle Trachom-Infektion, die häufig durch Fliegen oder gemeinsam genutzte Handtücher übertragen wird. Sie veranlasste eine Augenoperation, die dank Unterstützung durch Spenden finanziert werden konnte. Nach dem Eingriff berichtete der Mann laut CBM, er fühle sich besser und könne wieder klar sehen.

Zugang zu Wasser als zentraler Faktor

Viele Infektionen ließen sich laut CBM durch sauberes Wasser und grundlegende Hygieneregeln verhindern. In Äthiopien wurden im vergangenen Jahr 28 neue Wasserstellen eingerichtet, die mehr als 16.000 Menschen täglich nutzen. Ziel der Organisation ist es, die Verbreitung von Trachom bis 2030 weiter einzudämmen.

Am 31. März bietet die CBM von 18 bis 18.30 Uhr ein Online-Webinar an. Unter dem Titel „Was wird aus meinen Kindern, wenn ich erblinde? – So besiegen wir die Augenkrankheit Trachom“ berichten zwei Mitarbeiter über aktuelle Projekte. Eine Anmeldung ist über www.cbm.de/veranstaltungen möglich.

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