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Fielmann: Internationales Wachstum zieht an

Fielmann-Filiale von außen mit historischer Fassade
Die Fielmann-Gruppe meldet für die erste Jahreshälfte ein Umsatzplus von 2%. International liefen die Geschäfte besonders gut. Bild: Fielmann

Mehr Standorte, Personalaufbau und weiterer KI-Einsatz geplant

Die Fielmann-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 ihren Konzernumsatz leicht gesteigert. Während das Geschäft in Deutschland moderat wuchs, legten vor allem die internationalen Märkte im zweiten Quartal stärker zu.

Nach vorläufigen Zahlen erzielte der Augenoptik- und Hörakustikanbieter im ersten Halbjahr einen Umsatz von 1,25 Mrd. €, ein Plus von 2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das internationale Geschäft beschleunigte sich von 1% Wachstum im ersten Quartal auf 6% im zweiten Quartal. Besonders Spanien und Polen entwickelten sich mit währungsbereinigten Umsatzzuwächsen von 10% beziehungsweise 7% positiv.

Das bereinigte EBITDA lag bei rund 296 Mio. € nach 292 Mio. € im Vorjahr. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte konzernweit 24%.

Expansion soll das zweite Halbjahr stützen

Im ersten Halbjahr eröffnete Fielmann weltweit 37 neue Niederlassungen und betreibt nun 1.299 Standorte. Der Ausbau konzentrierte sich vor allem auf Luxemburg, Polen, Spanien und die USA. Bis Jahresende sollen weitere 33 Niederlassungen hinzukommen. Insgesamt plant das Unternehmen 70 Neueröffnungen im Jahr 2026.

Auch beim Personal meldet die Gruppe Zuwächse. In Deutschland habe sich die Zahl der Bewerbungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vervierfacht, die Zahl der neu eingestellten Augenoptiker und Hörakustiker verdoppelt.

Technologie und Prognose im Blick

Zur Unterstützung der Abläufe setzt Fielmann verstärkt auf KI-gestützte Refraktionen. Die Technologie ist nach Unternehmensangaben bereits in 166 deutschen Niederlassungen im Einsatz und soll bis Jahresende an 300 europäischen Standorten verfügbar sein.

Für das Gesamtjahr 2026 hält die Fielmann-Gruppe an ihrer Prognose fest. Erwartet wird ein Umsatzanstieg von 5% bis 7% auf 2,55 Mrd. € bis 2,60 Mrd. €. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei rund 23% liegen. Aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds rechnet das Unternehmen mit Ergebnissen am unteren Ende der Prognosespanne.

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