Anzeige
Menicon (Banner)
| |

Carl Zeiss Meditec: Probleme im Ophthalmo-Bereich

Carl Zeiss Meditec AG Hauptgebäude. Außenansicht mit wehenden Fahnen
Carl Zeiss Meditec kämpft mit rückläufigem Ergebnis – Sparprogramm und Neuausrichtung geplant. Foto: Zeiss

Rückgänge bei IOL und Diagnostik prägen Halbjahr

Der Medizintechnikhersteller Carl Zeiss Meditec hat im ersten Halbjahr 2025/26 deutliche Einbußen verzeichnet und zeigt damit eine Entwicklung, die auch für die augenoptische Versorgung relevant ist. Der Umsatz lag bei 991 Mio. € und damit 5,7% unter dem Vorjahreswert. Als Hauptursachen nennt das Unternehmen ein schwächeres Geschäft mit Intraokularlinsen (IOL), negative Währungseffekte und eine zurückhaltende Investitionstätigkeit im Gesundheitsmarkt.

Besonders betroffen ist der Geschäftsbereich Ophthalmologie, der unter geringeren Geräteauslieferungen und Problemen im IOL-Segment leidet. Dort sank der Umsatz um 6,7% auf 753,8 Mio. €. Auch der Bereich Mikrochirurgie verzeichnete ein Minus von 2,1% auf 237,2 Mio. €. Regional zeigt sich die Entwicklung uneinheitlich: Während Europa leicht wächst, sind die Märkte in Amerika und Asien deutlich rückläufig.

Anzeige
Essilor (Banner)

Kostensenkungen und Strukturmaßnahmen geplant

Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket reagiert das Unternehmen auf die schwache Entwicklung. Geplant sind Kostensenkungen, Portfolio-Anpassungen und strukturelle Veränderungen, verbunden mit Einsparzielen von über 200 Mio. € jährlich bis 2028/29. Bis zu 1.000 Stellen weltweit könnten betroffen sein.

Langfristig strebt Zeiss Meditec eine deutliche Verbesserung der Profitabilität und eine Rückkehr zu zweistelligen Margen an. Für den augenoptischen Markt sind diese Entwicklungen vor allem im Hinblick auf die Dynamik in der Augenheilkunde und mögliche Auswirkungen auf Versorgungsketten und Innovationstempo relevant.

Ähnliche Beiträge

  • Mister Spex: „Herausfordernder“ Start ins Geschäftsjahr

    Für das erste Quartal 2024 meldet Mister Spex ein Umsatzwachstum von 2% (auf 51,1 Mio. €) für die gesamte Gruppe und 5% für Deutschland. Besonders ein Rückgang bei Korrektionsfassungen, Kalendereffekte und rückläufige internationale Geschäfte haben die Ergebnisse negativ im Vergleich zum vorherigen Quartal beeinflusst.

  • VIU: Kampagne inspiriert von der Green City Bewegung

    Die Schweizer Brillenmarke VIU präsentiert mit „Revive“ ihre neue Frühling/Sommer 2025-Kampagne, inspiriert von der Green City Bewegung. Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte setzt man dafür auf eine Symbiose aus realen Models und KI-generierten Welten.

  • Zeiss: Erwerb wesentlicher Vivior‑Vermögenswerte

    Zeiss Vision Care hat „wesentliche Vermögenswerte“ des Schweizer Unternehmens Vivior übernommen. Die Akquisition umfasst zentrale Technologien, Datenplattformen sowie geistiges Eigentum, die auf die Analyse visueller Verhaltensmuster ausgerichtet sind.

  • GfK: Konsumklima verbessert sich leicht auf Zwei-Jahres-Hoch

    Die Erholung der Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im April weiter fortgesetzt, wie aktuelle Ergebnisse der GfK zeigen. In der Prognose für Mai nimmt der entsprechende Indikator im Vergleich zum Vormonat zu und erreicht ein Zwei-Jahres-Hoch, jedoch auf einem überaus niedrigen Niveau.

  • Pro Optik: Top-Manager soll für Wachstum sorgen

    Die Augenoptik- und Hörakustikkette Pro Optik hat für die Leitung ihres Bereichs Hörakustik einen erfahrenen Branchenexperten an Bord geholt. Ab sofort zeichnet hier Frank Knauf für die weitere Entwicklung verantwortlich und verstärkt damit das Management des Unternehmens.

  • Design Eyewear Group: Übernahme von William Morris London

    Mit der Übernahme von William Morris London erweitert die Design Eyewear Group ihr Portfolio an Premium- und Mid-Market-Brillen für unabhängige Augenoptiker und kommt damit ihrem Ziel näher, einer der weltweit führenden Multimarkenanbieter von Designer-Brillenfassungen zu werden.