Anzeige
CooperVision (Banner)
|

DOG: Aufklärung zur Welt-Glaukom-Woche

Glaukom im fortgeschrittenen Stadium mit bereits schwer geschädigtem Sehnerv.
Glaukom im fortgeschrittenen Stadium mit bereits schwer geschädigtem Sehnerv. Bild: BVA/Augeninfo.de

Früherkennung kann vor Erblindung schützen

Das Glaukom, der grüne Star, gilt als eine der häufigsten Erblindungsursachen. Jeder zweite Betroffene weiß lange nichts von seinem Augenleiden. Zur Welt-Glaukom-Woche (10. bis 16. März) rät die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) zu regelmäßigen Terminen beim Augenarzt.

Das Glaukom ist eine Volkskrankheit, die mit zunehmendem Lebensalter immer häufiger wird. Typisch für das Glaukom ist eine schmerzlose Sehverschlechterung, die bis zur Erblindung führen kann. Ursache ist ein fortschreitender Verlust von Sehnerven-Zellen, der oft erst spät bemerkt wird. „Das liegt daran, dass die Ausfälle beim Sehen sehr langsam zunehmen und lange durch das Gehirn und über das andere Auge ausgeglichen werden“, erklärt Professor Dr. med. Verena Prokosch von der Sektion Glaukom der DOG. „Aufgrund dieser schleichenden Entwicklung ist die Dunkelziffer unerkannter Glaukomfälle sehr hoch. In Deutschland wissen 56% nichts von ihrem Leiden.“

Als Folge der Erkrankung fehlen bei Patienten bestimmte Bereiche im Gesichtsfeld. So kann es passieren, dass Autofahrer Passanten, die die Straße überqueren, nicht wahrnehmen. „Solche Gesichtsfeldausfälle lassen sich nicht durch Brillen, Kontaktlinsen oder andere Hilfsmittel ausgleichen“, erläutert Privatdozentin Dr. med. Dr. rer. biol. hum. Bettina Hohberger von der Sektion DOG-Glaukom. „Auch kann eine einmal eingetretene Sehverschlechterung durch Verlust der Sehnerven-Zellen oft nicht mehr rückgängig gemacht werden.“ Die Sehschärfe bleibt bei einem Glaukom hingegen sehr lange unbeeinflusst.

Bekannte Glaukom-Fälle in der Familie erhöhen das Risiko

Um einen Sehverlust durch das Glaukom zu verhindern, sind eine rechtzeitige Diagnose und Therapie entscheidend. „Wir raten daher zu regelmäßigen Terminen bei der Augenärztin oder dem Augenarzt“, betont Professor Dr. med. Stephanie Joachim von der Sektion DOG-Glaukom. „Insbesondere, wenn Glaukomerkrankungen in der Familie bekannt sind, liegt ein erhöhtes Risiko für eine eigene Erkrankung vor.“ Personen mit erblicher Belastung sollten ab 40 Jahren an eine Vorsorgeuntersuchung denken.

Anzeige
EssilorLuxottica (Banner)
Messung des Augeninnendrucks als wichtiger Risikofaktor für eine Grüner Star-Erkrankung
Messung des Augeninnendrucks als wichtiger Risikofaktor für eine Grüner Star-Erkrankung. Bild: BVA/Augeninfo.de

Zur Früherkennung des Glaukoms können eine Messung des Augeninnendrucks, eine Untersuchung der Nervenfaserdicke in der Netzhaut, eine Beurteilung des Sehnervs sowie eine Untersuchung des Gesichtsfeldes durchgeführt werden. „Vorsorgeleistungen werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen, man muss sie privat zahlen“, sagt Joachim.

Ergibt sich bei der augenärztlichen Untersuchung ein hinreichender Verdacht auf ein Glaukom, so besteht die Therapie in der Regel in einer Senkung des Augeninnendrucks. Dazu sind individuell angepasste Behandlungskonzepte notwendig – es stehen verschiedene Augentropfen zur Verfügung, spezielle Lasertherapien oder chirurgische Optionen. „Die Therapie dient nicht der Besserung des Sehvermögens, sondern dessen Erhaltung“, betont DOG-Expertin Prokosch. „Was man durch eine Vielzahl an Studien aber sicher weiß, ist: Eine frühzeitige Diagnosestellung kann Erblindung fast immer verhindern. Angst vor dem Glaukom sollte man daher nicht haben“, so Prokosch.

Quelle: DOG

Ähnliche Beiträge

  • Interlook 2024: „Großer Anklang bei allen Teilnehmern“

    Vom 20. bis 21. Januar 2024 traf sich die Augenoptik-Branche erneut auf der Interlook in der Messe Dortmund. Rund 1.000 Fachbesucher aus unterschiedlichen Regionen Nord- und Westdeutschlands erwartete ein breites Angebot mit einem Überblick über die neusten Trends.

  • Mido 2023: Mehr Pavillons und weltweite Aussteller

    Sechs statt zuletzt fünf Pavillons und Aussteller aus der ganzen Welt – das sind die Besonderheiten der 51. Ausgabe der internationalen Optikfachmesse Mido, die vom 4. bis 6. Februar in Mailand stattfindet.

  • Coopervision: „Virtual Perspectives“ geht in die dritte Runde

    Zum dritten Mal in Folge lädt Coopervision zur Online-Veranstaltung „Virtual Perspectives“. Am 5. März 2023 treffen sich wieder international namhafte Branchengrößen der Augenoptik und Optometrie zu einer eintägigen Online-Konferenz rund um die Themen Myopie-Management, Presbyopie und lebenslanges Kontaktlinsentragen.

  • Opti 2023: Nachhaltigkeit und neue Hallenpläne

    Nachhaltigkeit ist auf der Opti 2023 Mitte Januar wieder eines der Fokusthemen. Der Veranstalter informiert aktuell darüber, wie genau das Thema auf der Messe stattfindet. Außerdem sind die neuen Hallenpläne mit allen Ausstellern verfügbar.

  • Spectaris Trendforum 2022: Am Puls der Zeit

    Rund 800 Besucher, teilweise per Live-Stream zugeschaltet, waren am 7. November beim Spectaris-Trendforum dabei. Ob vor Ort in der Berliner Classic Remise oder vor dem digitalen Endgerät, sie erhielten neue Impulse zur Nachwuchsgewinnung und erlebten die Verabschiedung von Josef May.