Anzeige

GfK: Erstmals wieder leichter Rückschlag beim Konsumklima

Leerer Einkaufswagen
Die Einkaufswagen bleiben wieder etwas leerer. Ein Grund ist die vermehrte Unsicherheit bei Verbrauchern. Bild: Markus Spiske/Unsplash

Studie zur Verbraucherstimmung für Juni 2023

Die Verbraucherstimmung ist auch im Juni von einer zunehmenden Verunsicherung geprägt. Während die Anschaffungsneigung leicht zunimmt, müssen Konjunktur- und Einkommenserwartung Einbußen hinnehmen. So prognostiziert GfK für das Konsumklima im Juli -25,4 Punkte und damit einen Punkt weniger als im Juni dieses Jahres. Dies sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Juni 2023.

Der Rückgang des Konsumklimas wird durch den erneuten Anstieg der Sparneigung um gut fünf Punkte verursacht. „Die aktuelle Entwicklung der Verbraucherstimmung deutet darauf hin, dass die Konsumenten wieder stärker verunsichert sind. Das zeigt sich unter anderem darin, dass die Sparneigung in diesem Monat wieder zunimmt,“ erklärt Rolf Bürkl, GfK- Konsumexperte. „Nach acht Anstiegen in Folge muss das Konsumklima einen ersten Rückschlag hinnehmen. Nach wie vor hohe Inflationsraten von derzeit etwa sechs Prozent knabbern spürbar an der Kaufkraft der Haushalte und verhindern, dass der private Konsum seinen positiven Beitrag leisten kann.“

Folglich gehen in diesem Monat auch die Einkommensaussichten der Konsumenten nach zuvor acht Anstiegen in Folge leicht zurück. Nach Ansicht der Experten gehen die privaten Haushalte demnach davon aus, dass sie in diesem Jahr angesichts anhaltend hoher Inflationsraten reale Einkommenseinbußen hinnehmen müssen, die voraussichtlich durch tarifliche Lohn- und Gehaltssteigerungen nicht vollständig kompensiert werden können.

Anzeige
Essilor (Banner)

Somit werde der private Konsum in diesem Jahr keinen positiven Beitrag zur konjunkturellen Entwicklung in Deutschland leisten können und in der realen Betrachtung niedriger sein als im Vorjahr 2022. Ein Lichtblick könnte der sich bereits in den letzten Monaten andeutende Trend sein, dass die Inflationsraten weiter zurückgehen. Zwar werden die Kaufkraftverluste dennoch bestehen bleiben, aber weniger gravierend sein als ursprünglich befürchtet.

Quelle: GfK

Ähnliche Beiträge

  • Konsumklima auf höchstem Stand seit April 2022

    Laut neusten Angaben von GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) setzte die Verbraucherstimmung in Deutschland im Oktober ihre leichte Erholung fort. Für November wird ein weiterer Anstieg prognostiziert, bei der Konjunkturerwartung bleiben die Deutschen jedoch pessimistischer.

  • Mister Spex: „Herausfordernder“ Start ins Geschäftsjahr

    Für das erste Quartal 2024 meldet Mister Spex ein Umsatzwachstum von 2% (auf 51,1 Mio. €) für die gesamte Gruppe und 5% für Deutschland. Besonders ein Rückgang bei Korrektionsfassungen, Kalendereffekte und rückläufige internationale Geschäfte haben die Ergebnisse negativ im Vergleich zum vorherigen Quartal beeinflusst.

  • EssilorLuxottica: Meta-Beteiligung im Gespräch

    Laut der Nachrichtenagentur Reuters befindet sich Meta in Gesprächen über den Erwerb eines Anteils von rund 5% an EssilorLuxottica. Die Beteiligung am weltgrößten Brillenhersteller könnte rund 4,33 Milliarden € (4,73 Milliarden Dollar) wert sein.

  • GfK: Konsumklima verbessert sich wieder deutlich

    Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im Juli spürbar vom Abschwung im Vormonat erholt. Ein deutlicher Anstieg bei den Einkommensaussichten und ein leichtes Plus bei der Anschaffungsneigung sind die Haupttreiber bei dem von GfK/NIM ermittelten Konsumklima-Index.

  • GfK: Konsumklima mit schwachem Plus

    Nach der spürbaren Aufhellung im Vormonat zeigt die Verbraucherstimmung im Mai ein eher uneinheitliches Bild mit einem schwachen Plus. Das sind die Ergebnisse der neusten GfK-Konsumklimastudie.

  • AKA: Beiträge bleiben auf gleichem Niveau

    Die Mitgliederversammlung der Augenoptiker Ausgleichskasse VVaG (AKA) hat in ihrer Sitzung am 29. April beschlossen, die Beiträge für ihre 2.400 Mitgliedsunternehmen stabil zu halten.