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GfK: Konsumklima trotzt Inflation

Mehr Käufe aus Angst vor Inflation und höheren Preisen

Die Konsumstimmung der Verbraucher zeigt laut GfK im Oktober ein uneinheitliches Bild. Die Anschaffungsneigung steigt weiter an, während Konjunktur- und Einkommenserwartung Einbußen hinnehmen. Da auch die Sparneigung spürbar zurückgeht, prognostizieren die Analysten in ihrer neusten Konsumklimastudie für November 0,9 Punkte und damit 0,5 Punkte mehr als im Oktober dieses Jahres.

„Mit diesem zweiten Anstieg in Folge trotzt die Konsumstimmung der zunehmenden Inflation. Die Bundesbürger erwarten offenbar noch weitere Preissteigerungen. Deshalb halten sie es für ratsam, Anschaffungen vorzuziehen, um noch höhere Preise zu vermeiden“, erklärt Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte. „Sollte sich der Preisauftrieb verstetigen, würde das allerdings zu einer Belastung für das Konsumklima führen und eine grundlegende Erholung dürfte sich weiter verzögern.“

Konjunkturstimmung stagniert auf hohem Niveau

Nach dem Anstieg im Vormonat muss die Konjunkturerwartung wieder einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Der Indikator verliert 1,9 Punkte. Mit aktuell 46,6 Zählern weist er jedoch noch immer ein sehr hohes Niveau auf. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt das Plus knapp 40 Punkte.
Das gute Niveau belegt, dass die Verbraucher zuversichtlich bleiben, was die Erholung der deutschen Wirtschaft anbelangt. Das konjunkturelle Bild wird jedoch dadurch etwas getrübt, dass einige Unternehmen, wie z.B. in der Automobilindustrie, ihre Produktion aufgrund fehlender Zulieferteile zurückfahren müssen.  

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Inflationssorgen bremsen Einkommensaussichten

Die Einkommenserwartungen müssen nach dem positiven Vormonat einen spürbaren Dämpfer hinnehmen. Der Indikator büßt 14,1 Zähler ein und sinkt auf 23,3 Punkte. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres steigt er um 13,5 Punkte.

Dieser Indikator leidet offenbar derzeit am stärksten unter den zunehmenden Inflationssorgen. Höhere Preise mindern die Kaufkraft der Einkommen. Zudem befürchten Beschäftigte Einkommenseinbußen durch Kurzarbeit, weil Unternehmen aufgrund unterbrochener Lieferketten ihre Produktion drosseln müssen.

Anschaffungsneigung steigt zum zweiten Mal in Folge

Trotz sinkender Konjunktur- und Einkommenserwartungen legt die Anschaffungsneigung im Oktober zum zweiten Mal in Folge zu. Nach einem Plus von sechs Zählern weist der Indikator nun 19,4 Punkte auf. Dies ist der beste Wert seit zehn Monaten. Im Dezember 2020 wurden 36,6 Punkte gemessen. Im Vorjahresvergleich beträgt das Minus 17,6 Punkte.

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