Hoya: Studie zeigt frühe Wirksamkeit bei Myopie-Management
Ergebnisse zu neuem Brillenglasdesign „Miyosmart IQ“ vorgestellt
Neue Studienergebnisse von Hoya Vision Care weisen auf Fortschritte im Myopie-Management bei Kindern hin. Der Brillenglashersteller hat gemeinsam mit der Hong Kong Polytechnic University Daten zur Glastechnologie vorgestellt, die für eine Weiterentwicklung der Miyosmart-Brillengläser genutzt wird.
In der randomisierten Studie mit 196 kurzsichtigen Kindern im Alter von 4 bis 12 Jahren zeigte sich nach 12 Monaten bei Trägern der Gläser im Durchschnitt kein Fortschreiten der Myopie. Gleichzeitig lag das Augenlängenwachstum unter oder auf dem Niveau von nicht kurzsichtigen Augen. Hoya selbst bezeichnet das als „bahnbrechende Ergebnisse“ und stellt in den Raum, ob dies das „Ende der progressiven Myopie?“ einläuten könne.
Ergebnisse aus der Studie im Überblick
Die Untersuchung wurde auf der ARVO-Jahrestagung 2026 präsentiert. Laut Daten konnte bei rund 90% der Kinder das klinisch relevante Fortschreiten der Kurzsichtigkeit gestoppt werden. Bei Kindern zwischen 7 und 12 Jahren lag die Wirksamkeit im Vergleich zu Einstärkengläsern bei über 100%, während das übermäßige Augenlängenwachstum um 94% reduziert wurde. Jüngere Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren zeigten ebenfalls verlangsamte Progression.
„Bei Hoya Vision Care streben wir eine Welt ohne fortschreitende Kurzsichtigkeit an. Dieser Meilenstein ist ein wahrhaft bahnbrechender Fortschritt im Myopie-Management und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung der Vision dar, die wir für Kinder auf der ganzen Welt verwirklichen wollen. Bis heute hat keine Studie mit Brillengläsern zum Myopie-Management eine derart hohe Wirksamkeit bei der Eindämmung der Sehschwäche gezeigt“, sagte John Goltermann Lassen, CEO von Hoya Vision Care.
Frühzeitige Versorgung rückt stärker in den Fokus
Erstmals wurde eine Wirksamkeit der Technologie bereits bei Kindern ab 4 Jahren nachgewiesen. Dies weist auf Potenziale für ein früheres Eingreifen im Myopie-Management hin. „Diese Ergebnisse zeigen nicht nur, dass das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit über einen Zeitraum von durchschnittlich 12 Monaten und über alle Kindheitsstadien hinweg gestoppt werden kann, sondern belegen – erstmals bei Brillengläsern für das Myopie-Management – auch die Wirksamkeit bei Kindern ab 4 Jahren mit früh einsetzender Kurzsichtigkeit. Dies ermöglicht es uns, die Kurzsichtigkeit in einer entscheidenden Phase zu kontrollieren, in der sie besonders rasch fortschreitet und das Risiko langfristiger Folgen am höchsten ist“, sagte Dr. Natalia Vlasak, Global Head of Medical and Scientific Affairs bei Hoya Vision Care.
Die untersuchten Brillengläser „Miyosmart IQ“ basieren auf der D.I.M.S.-Technologie, bei der gezielt gesetzte Defokus-Segmente auf der Glasoberfläche das periphere Sehen beeinflussen. In der aktuellen Weiterentwicklung der von Hoya etablierten Miyosmart-Reihe wurden unter anderem Position, Stärke und Ausdehnung dieser Segmente angepasst, um die Wirkung im Alltag zu verstärken. Laut Hersteller soll dies zu einer gleichmäßigeren Stimulation relevanter Netzhautbereiche beitragen und damit die Kontrolle des Augenlängenwachstums unterstützen.



