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Rudy Project: Der Performance verpflichtet

Bilder: Rudy Project

Sportbrillen-Spezialist Rudy Project feiert 40-Jähriges

Nun sind es schon gut vier Jahrzehnte, seitdem Rudy Project das Sportbrillen-Segment prägt, wie kaum ein anderer Anbieter es zuvor getan hat. Noch vor den Feierlichkeiten zum diesjährigen runden Jubiläum wollten wir mehr darüber erfahren und haben mit Simone Barbazza, Sohn des Gründers und Marketingleiter, ein Gespräch geführt über die Anfänge des Unternehmens, die Beziehung zu Top-Athleten und darüber, wie sie es geschafft haben, die Sportbrille salonfähig zu machen.

FOCUS: Was führte damals zur Idee, Rudy Project zu gründen und was waren erste große Meilensteine?

Barbazza: Für alle, die es nicht wissen: Rudy Project wurde 1985 von Rudy (Rodolfo) Barbazza gegründet, nachdem ein Freund ihn herausgefordert hatte, Brillen zu verkaufen – und nicht nur Motorradstiefel. Tatsächlich arbeitete er damals bereits in der Sportbranche für Sidi und Marzocchi als das, was wir heute als Sales, Sportmarketing und Brand Manager bezeichnen würden. Dank dieser Arbeit hatte er schon eine sehr enge Beziehung zu professionellen Sportlern.

Er begann schließlich seine Arbeit an der ersten Capsule Collection mit einer Sonnenbrille, der Prestige. Rudy Project hat seinen Sitz in der Nähe des Eyewear-Distrikts in den Dolomiten, was es Rudy ermöglichte, in kürzester Zeit eine kleine Kollektion von Sportsonnenbrillen zu entwickeln. 

FOCUS: Seit 40 Jahren ist Rudy Project auf dem Markt. Was sind die gravierendsten Unterschiede von damals im Vergleich zu heute?

Barbazza: Als Rudy Project gegründet wurde, trug niemand beim Sport eine Sonnenbrille. Heute ist sie ein wesentlicher Bestandteil der Sportbekleidung. 

Die Produktpositionierung von Rudy Project liegt auf einem Premium-/Deluxe-Niveau. Eine große Entwicklung gab es auch bei den Brillenlösungen für den Sport – und wir haben ein breites Angebot für alle, die eine Brille benötigen. Wir konzentrieren uns darauf, unsere Rx-Lösungen zunehmend zu integrieren, und dank der heutigen Technologien ist diese Integration nahtlos möglich geworden.

FOCUS: Die Brillen von Rudy Project müssen den ­Bedürfnissen von Top-Athleten gerecht werden. Wie können wir uns den Entwicklungsprozess einer neuen Kollektion vorstellen?

Barbazza: Das Ziel von Sportlern ist immer dasselbe: ihre sportliche Geste zu optimieren, sich weiter zu verbessern, an ihre Grenzen zu gehen und neue Rekorde aufzustellen.

Um dies zu erreichen, müssen Unternehmen ihre Produkte ständig weiterentwickeln und deren Grenzen erweitern. Die Produkte müssen bequemer sein, eine bessere Passform haben und die sportliche Bewegung immer einfacher machen.

Wir nehmen Anregungen von Profisportlern, Anweisungen von Managern, aber auch interne Intuitionen und Entwicklungen auf, um leistungsfähige Produkte zu entwickeln, die auch in puncto Qualität und Design langlebig sind.

Das Feedback der Athleten ist wichtig, um sicherzustellen, dass wir Produkte entwickeln, die sie gerne über viele Trainingsstunden hinweg tragen werden. So ist zum Beispiel unser Wingdream-Helm das Ergebnis einer gemeinsamen Arbeit mit dem Team Bahrain Victorious und wird von vielen als der schnellste Helm der Welt angesehen.

FOCUS: Als Hersteller von Sportbrillen sind Sie von Beginn an Partnerschaften mit Verbänden oder einzelnen Sportlern eingegangen. Was ist die Strategie dahinter?

Barbazza: Die Beziehung zu den Athleten geht auf den ursprünglichen Ansatz von Rudy Barbazza zurück, der immer eine sehr enge Beziehung zu Teams und Profisportlern hatte. Die Beziehungen zu den Athleten waren und sind immer noch der Kern unseres F&E-Prozesses und Teil unserer DNA.

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Und es konnte nicht anders sein: Gleich am Anfang von Rudy Project im Jahr 1986 gewann Moreno Argentin die Weltmeisterschaft in Colorado Springs mit der Performance-Brille.

FOCUS: Unzählige Spitzensportler hat Rudy Project in seiner Unternehmensgeschichte begleitet. Können Sie sagen, wie viele genau es waren?

Barbazza: Es sind so viele, dass wir sie fast gar nicht zählen können. Hier sind aber einige der berühmtesten Namen, die im Laufe der Jahre unsere Sonnenbrillen und -Helme trugen: Moreno Argentin, Miguel Indurain, Peter Sagan, Ivan Basso, Vincenzo Nibali, ­Sonny Colbrelli (alle Radfahrer) und ­Johannes Klaebo (Skilangläufer).

FOCUS: Nachhaltigkeit wird vermehrt auch zum Verkaufsargument bei den Kunden von Brillen/Sportbrillen. Wie ist Rudy Project hier aufgestellt?

Barbazza: Im Jahr 2020 haben wir das Programm „Ride To Zero“ ins Leben gerufen, mit dem wir unsere Umweltauswirkungen messen und reduzieren wollen. Der Grund dafür ist, dass die Umwelt um uns herum unser Spielplatz ist.

Auf der einen Seite können wir die Treibhausgasemissionen unserer Produkte berechnen, auf der anderen Seite arbeiten wir an Ökodesign-Strategien.

FOCUS: Was unterscheidet Rudy Project von anderen Sportbrillen-Anbietern?

Barbazza: Der Zweck des Unternehmens ist in der Welt der „Performance“ verkörpert, die unsere DNA und Grundlage ist. Nicht zufällig war der Name unseres bekanntesten Produkts „Performance“. Diesem Wort sind wir über die Jahre hinweg treu geblieben: Unser Werbeslogan lautete „Elevate your performance“, der vor kurzem durch das zeitgemäße „Performance starts in your head“ ersetzt wurde.

Denn in unserem Kopf befindet sich der gesamte Kontrollturm unseres Körpers, und von dort gehen alle Eingaben aus. 

Darüber hinaus verbinden wir in unseren Produkten Innovation und zeitgemäße Lösungen mit dem Erbe der Vergangenheit: Dies schafft eine einzigartige Mischung von Merkmalen, die den Stil von Rudy Project charakterisieren und kennzeichnen.

FOCUS: Was dürfen wir im Jubiläumsjahr von Rudy Project erwarten? Können Sie uns ein paar Dinge verraten?

Barbazza: Wie jedes Jahr arbeiten wir daran, Innovation und Verbesserung auf allen Ebenen zu bieten. Das wird dieses Jahr nicht anders sein – und das werden wir gebührend feiern!

FOCUS: Vielen Dank für das Gespräch.

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