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ZVA: Deutschlands beste Nachwuchs-Augenoptikerin 2024

Rainer Hankiewicz, Vorsitzender des ZVA-Berufsbildungsausschusses, Sophia Beerenbrink, 1. Bundessiegerin aus NRW und Gewinnerin Sonderpreis „Low-Vision-Beratung“, Gunther Schmidt, Obermeister der Augenoptiker- und Optometristen-Innung des Landes Brandenburg
Rainer Hankiewicz, Vorsitzender des ZVA-Berufsbildungsausschusses, Sophia Beerenbrink, 1. Bundessiegerin aus NRW und Gewinnerin Sonderpreis „Low-Vision-Beratung“, Gunther Schmidt, Obermeister der Augenoptiker- und Optometristen-Innung des Landes Brandenburg. Bild: ZVA/Peter Magner

22-jährige Siegerin kommt aus Warendorf, NRW

Großer Showdown in Rathenow (Brandenburg), der Stadt der Optik: Dort fand am Samstag, den 9. November das Finale der diesjährigen Deutschen Meisterschaft im Augenoptiker-Handwerk statt. Am Abend stand fest: Sophia Beerenbrink aus Nordrhein-Westfalen ist diesjährige Bundessiegerin.

Alle Teilnehmer hatten sich zuvor durch die jeweils besten Gesellenprüfungen ihres Bundeslandes qualifiziert. Als Sophia Beerenbrink am Samstagmorgen das Gelände der Akademie für Augenoptiker und Optometristen der Augenoptiker- und Optometristen-Innung des Landes Brandenburg betritt, weiß sie noch nicht, dass sie am Abend Deutschlands beste Nachwuchs-Augenoptikerin sein wird. Sie gehe ohne Erwartungen in den Wettbewerb, so die 22-Jährige. „Ich möchte das Erlebnis gut in Erinnerung behalten.“

Drei Stationen aus dem augenoptischen Berufsalltag galt es zu meistern

Über den Tag hatte die Finalistin aus NRW an drei Stationen verschiedene Aufgaben aus dem Berufsalltag bestritten. Hier überzeugte Sophia Beerenbrink mit Professionalität, handwerklichem Geschick und Kompetenz. Gelernt hat die Warendorferin in der dortigen Niederlassung bei Fielmann. Zunächst war sie dort Kundin, bevor sie die Ausbildung zur Augenoptikerin begann. Aber warum die Augenoptik? „Die Abwechslung zwischen Handwerk, Kundenkontakt und Büroarbeiten hat mich dazu motiviert, den Beruf zu ergreifen“. Die Leistung der Bundessiegerin war an der Beratungsstation besonders herausragend und wurde zusätzlich mit einem Gutschein für ein Low-Vision-Grundlagenseminar der Firma Schweizer belohnt.

In dem gestellten Szenario mussten die Kandidaten einen Kunden mit einer Erkrankung beraten, die mit hohen Zylinderwerten bei der Korrektion verbunden ist. Der Titel der besten Nachwuchs-Gesellin und Beratungsexpertin ist jedoch nicht die Endstation: Ein Meisterkurs an der Akademie der Augenoptik Knechtsteden ist bereits belegt und auf Sophia Beerenbrink warten noch weitere augenoptische Karrierestufen.

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Zweiter Bundessieger wurde Jakob Kobbe aus Bremen. Der 27-Jährige lernte bei Apollo-Optik im Hansa Carré in Bremen und profitierte besonders von dem Vertrauen seiner Ausbilder gegenüber seinen Fähigkeiten. „Man hat mir die Freiheit gegeben, Dinge auszuprobieren und auch Fehler zu machen“, so der Bremer. Stolze Drittplatzierte ist Adelina Billner aus Bayern. In ihrem Ausbildungsbetrieb Eichinger Optic Art in Freystadt war ihr Lieblingsort die Werkstatt, wo sie auch in Zukunft ihre handwerkliche Leidenschaft als Gesellin ausleben möchte. „Alles, was an Arbeit in der Werkstatt ansteht, bearbeite ich mit großer Begeisterung!“, so die 19-Jährige.

Ästhetik trifft auf handwerkliches Geschick

Talea Weisslingers erste Berührungspunkte mit der Augenoptik kamen über ihren Bruder, der Brillenträger ist. „Ich habe schon immer meinen Bruder begleitet und ihn modisch beraten“, so die Saarländerin, die ihre Ausbildung bei Fielmann in der Niederlassung Völklingen absolvierte. Dass sie nicht nur modisches Gespür, sondern auch außergewöhnliche handwerkliche Fertigkeiten besitzt, bewies die 22-Jährige am Samstag. Mit ihrer besonders herausragend gestalteten randlosen Brille brachte Talea Weisslinger die Jury zum Strahlen und gewann den Zusatzpreis für „Die gute Form im Handwerk – Handwerker gestalten“.

Gleitsichtexperte Erik Nißen erhielt von der Firma Zeiss Vision bei der Verleihung des gleichnamigen Sonderpreises einen Gutschein für ein Tagesseminar im Wert von 690 €. Nach einem kurzen Ausflug ins Lehramt tritt der 22-ährige in die Fußstapfen seines Vaters, der ebenfalls Augenoptiker ist.

Gelernt hat er bei Optiker Bode in Neumünster. „Die Resonanz von meinen Kollegen und Kunden bestärkt mich täglich, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. So gut wie alles an diesem Beruf macht mir unglaublich viel Spaß“. In diesem Jahr möchte Erik Nißen weiter als Geselle im Familien-Unternehmen arbeiten. Für 2025 ist ein Optometrie-Studium an der Hochschule Aalen geplant.

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