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Mister Spex: Report zeigt hohe Zahl unerkannter Auffälligkeiten

Seniorin bei Augenuntersuchung
Mister Spex veröffentlicht den Augengesundheits-Report 2026. Die Daten zeigen viele unerkannte Auffälligkeiten und Vorsorgelücken. Bild: Pressmaster/Envato

Auswertung von fast 14.000 Screenings offenbart Vorsorgelücken

Fast jede dritte beschwerdefreie Person weist bei einem Augenscreening Auffälligkeiten auf, die weiter abgeklärt werden sollten. Das geht aus dem Augengesundheits-Report 2026 hervor, den Mister Spex gemeinsam mit Skleo Health zum heutigen Welttag des Sehens veröffentlicht hat. Grundlage sind 13.986 Screenings, die in mehr als 60 Mister-Spex-Filialen in Deutschland durchgeführt wurden.

Die Auswertung zeigt eine deutliche Diskrepanz zwischen subjektiver Wahrnehmung und den im Screening festgestellten Befunden. 29% der Teilnehmer ohne eigene Sehbeschwerden wiesen dennoch Auffälligkeiten auf, die eine weitere Untersuchung nahelegen. Mit zunehmendem Alter steigt dieser Anteil deutlich an.

Mit dem Alter nimmt das Risiko zu

Während bei jüngeren Erwachsenen knapp jede fünfte beschwerdefreie Person auffällige Ergebnisse zeigte, lag der Anteil in der mittleren Altersgruppe bereits bei fast einem Drittel. Bei den über 60-Jährigen waren es 61%.

Grafik: Mister Spex

Auch klinische Auffälligkeiten wurden mit zunehmendem Alter häufiger festgestellt. Insgesamt wurde bei 14% aller Teilnehmer mindestens eine klinische Auffälligkeit dokumentiert. In der Altersgruppe von 18 bis 40 Jahren lag der Anteil bei 5%, bei den 41- bis 60-Jährigen bei 15% und bei den über 60-Jährigen bei 41%. Zu den häufigsten Hinweisen gehörten eine verminderte Sehschärfe sowie Auffälligkeiten, die mit Drusen oder einem Glaukom in Zusammenhang stehen können.

„Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen ihre Sehkraft oftmals überschätzen. Viele verlassen sich darauf, dass keine Beschwerden dasselbe bedeutet wie keine Risiken. Doch Veränderungen am Auge entstehen schleichend und bleiben lange unbemerkt. Deshalb ist klar: Vorsorge beginnt nicht erst dann, wenn man schlecht sieht, sondern viel früher“, sagt Joëlle Jenny, Augenoptikerin und District Managerin bei Mister Spex.

Vier von fünf Teilnehmern lange ohne Kontrolle

Der Report weist zugleich auf eine große Lücke bei der Augenvorsorge hin. 81% der Teilnehmer waren seit mehr als zwei Jahren nicht beim Augenarzt oder hatten bislang noch keine augenärztliche Untersuchung wahrgenommen. Auch in der Altersgruppe über 60 Jahre war innerhalb der vergangenen zwei Jahre lediglich etwa jede vierte Person zur Kontrolle.

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„Die meisten Augenerkrankungen verlaufen schmerzfrei und bleiben insbesondere in frühen Stadien symptomlos. Ohne frühzeitige Diagnostik werden viele Betroffene erst vorstellig, wenn bereits ein irreversibler Sehverlust eingetreten ist“, sagt Dr. med. Steffen E. Künzel, Arzt in der Augenheilkunde und Co-Gründer von Skleo Health.

Grafik: Mister Spex

Mister Spex bietet gemeinsam mit Skleo Health Augengesundheits-Checks in seinen Filialen an. Dabei werden die Sehschärfe bestimmt sowie Netzhautaufnahmen auf Auffälligkeiten untersucht, die unter anderem auf Glaukom, Makuladegeneration, Drusen, Sehnervveränderungen oder diabetische Retinopathie hindeuten können.

Bei auffälligen Ergebnissen können Teilnehmer über die Plattform von Skleo Health an eine augenärztliche Weiterbehandlung vermittelt werden. Das Unternehmen arbeitet hierfür mit einem bundesweiten Netzwerk von Augenärzten zusammen. Das Screening ersetzt keine augenärztliche Diagnose, sondern soll möglichen Abklärungsbedarf frühzeitig sichtbar machen.

Über die Datengrundlage

Für den Augengesundheits-Report wurden 13.986 Screenings ausgewertet, die über mehrere Monate in Mister-Spex-Filialen durchgeführt wurden. Die Teilnehmer waren zwischen 18 und über 90 Jahre alt. Ein Screening wurde als abklärungsbedürftig eingestuft, wenn eine pathologische Auffälligkeit, eine Sehschärfe unter 0,8 oder ein Augeninnendruck von mehr als 24 mmHg festgestellt wurde. Die Autoren weisen darauf hin, dass eine mögliche Selbstselektion der Teilnehmer bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt werden sollte.

Quelle: Augengesundheits-Report/Mister Spex

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