Mister Spex: Filialwachstum stützt Halbjahresergebnis
Weniger Umsatz, aber höhere Erträge
In einem weiterhin schwierigen Marktumfeld hat Mister Spex im ersten Halbjahr 2026 seine Profitabilität verbessert. Das bereinigte EBITDA stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 65% auf 3,8 Mio. €, obwohl der Umsatz um 10% auf 87,9 Mio. € zurückging. Für das Gesamtjahr hält das Unternehmen an seiner Prognose fest.
Die Bruttomarge erhöhte sich um 197 Basispunkte auf 56,9%. Nach Unternehmensangaben trugen dazu unter anderem ein höherer Anteil von Korrektionsbrillen sowie eine zurückhaltendere Rabattpolitik bei. Der durchschnittliche Bestellwert stieg auf 119 €.
Kinderbrillen und Filialgeschäft sollen weitere Akzente setzen
Während das Online-Geschäft weiter rückläufig war, entwickelte sich das Filialnetz positiv. Der Offline-Umsatz legte im ersten Halbjahr um 10% auf 35,1 Mio. € zu. Auf vergleichbarer Fläche und ohne Berücksichtigung neuer oder übernommener Standorte wuchsen die bestehenden Filialen um 3%. Seit Mitte August hat das Unternehmen sein Sortiment zudem erstmals um Kinderbrillen erweitert.
Nach Angaben von Mister Spex ging der Online-Umsatz dagegen um 20% auf 52,8 Mio. € zurück. Als Gründe nennt das Unternehmen das Marktumfeld, den Verzicht auf bestimmte Rabattaktionen sowie die Schließung mehrerer internationaler Online-Shops im Jahr 2025.
Nächster Schritt beim Umbau des Geschäftsmodells
Im zweiten Quartal leitete Mister Spex zudem die Auslagerung von Produktion und Logistik ein. Künftig soll Rodenstock die Fertigung von Korrektionsbrillen und verglasten Sonnenbrillen übernehmen, während Arvato wesentliche Logistikleistungen verantwortet. Der Standort Berlin-Spandau soll Ende 2026 geschlossen werden. FOCUS berichtete hier: https://www.euro-focus.de/mister-spex-aus-fuer-logistikstandort-berlin-spandau/ .
Für das Gesamtjahr erwartet Mister Spex eine operative Gewinnspanne im niedrigen einstelligen Prozentbereich.



